Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 12. Kalenderwoche 2015

23. März 2015

Heizoelpreis Woche gefallen kw12

In der 12. Kalenderwoche sind die Heizölpreise im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken. Zur Wochenmitte wurden Aufwärtsspielräume getestet, die jedoch zum Wochenende wieder abgenommen haben.

Der Montag begann mit erneuten Meldungen über die Atomverhandlungen mit dem Iran. Eine Einigung ist noch für diesen Monat vorgesehen. Sollten sich die 5+1 Gruppe (China, USA, Russland, Frankreich, Großbritannien + Deutschland) und der Iran einigen, würden die Sanktionen gegenüber dem Iran mit größter Wahrscheinlichkeit aufgehoben werden, wodurch die iranischen Ölexporte ansteigen könnten. Die Konsequenz wären sinkende Ölpreise, da der Markt ohnehin schon überversorgt ist.

Das US Energieministerium kündigte zum Wochenauftakt an, das niedrige Preisniveau für Rohölzukäufe zu nutzen, um die strategischen Ölreserven aufzufüllen. Außerdem kann so der Überversorgung etwas entgegengewirkt werden.

Am Dienstag folgten Meldungen über die libysche Ölförderung, die trotz immer wiederkehrender Angriffe auf die Ölfelder auf einem hohen Niveau ist. Unter anderem waren neben den Atomverhandlungen mit dem Iran auch die höheren libyschen Exportmengen Ursache für den sinkenden Rohölpreis.

Zur Wochenmitte wurden die offiziellen US-Ölbestandsdaten veröffentlicht. Die Rohölbestände haben demnach wieder zugenommen, sodass auch weiterhin beinahe täglich neue Rekordbestände erreicht werden.

Am Donnerstag hatte das Fed (Federal Reserve System) die Wachstumsprognose für 2015 gesenkt. Diese Meldung macht eine Zinsanhebung unwahrscheinlicher und ließ den Dollar deutlich sinken. Viele Händler außerhalb der USA wurden dadurch ermutigt Käufe zu tätigen, da die Rohöl- und Produktfutures an den internationalen Warenterminbörsen in Dollar gehandelt werden.

Zum Wochenende gab der kuwaitische Ölminister bekannt, dass die OPEC die Produktion weiterhin auf einem hohen Niveau aufrecht erhalten möchte. Dies sei notwendig, um Marktanteile zu sichern. An der überversorgten Marktlage wird sich somit vorerst nichts ändern.

Eine Standard-Lieferung mit 3.000 Litern Heizöl kostet aktuell im bundesweiten Schnitt 62 Euro pro 100 Liter. Das ist ein Euro weniger als in der Vorwoche.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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