Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 03. Kalenderwoche 2014

17. Januar 2014

Heizölpreis steigend KW03

Die aktuellen Heizölpreise erreichten in der vergangenen Woche den tiefsten Stand seit über zwei Jahren. Auch wenn der Heizölpreis zum Ende der Woche leicht gestiegen ist, bleibt Heizöl günstig.

Zum Wochenstart sorgte der gestiegen Eurokurs für nachgebende Heizölpreise. Der Euro zog an, nachdem am Freitag gemeldete Daten zum US Arbeitsmarkt enttäuschend ausfielen. Die besonders beachtete Zahl der Neueinstellungen blieb hinter den Erwartungen zurück. Die neu geschaffenen Stellen auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt sind für die Geldpolitik der Notenbank ausschlaggebend. Weniger neue Jobs machen eine Reduzierung der Anleihenkäufe weniger wahrscheinlich und belasten so den Dollarkurs.

Der am Wochenende verkündete Abschluss der Atomverhandlungen mit dem Iran wirkt beim Rohöl preissenkend. Beschlossen wurde vorerst nur die technische Umsetzung der bereits im November getroffenen Vereinbarungen zur Aufhebung von Handelsbeschränkungen. Damit steht weiteren Verhandlungen nichts mehr im Weg, sodass auch ein Ende des Ölembargos realistischer wird.

Zur Wochenmitte stiegen Öl- und Heizölpreise erstmal in diesem Jahr wieder an. Auslöser waren die Daten zu den US Ölbeständen. Der unerwartet kräftige Rückgang der Rohölbestände trieb die Ölpreise in die Höhe. Erwartet wurden Aufbauten in diesem Bereich. Die amerikanischen Rohölläger bleiben aber auch weiterhin gut gefüllt. Hier wird die Entwicklung in den nächsten Wochen genauestens beobachtet. Möglich wäre, dass es sich zuletzt um eine witterungsbedingt verzerrte Datenlage handeln könnte. Jetzt wo die Temperaturen in den USA wieder steigen, wird den Ölbeständen noch mehr Beachtung geschenkt werden als das zuvor bereits der Fall war.

Zum Ende der Woche gab die OPEC im Monatsbericht bekannt, dass der Preis für Öl aus der OPEC in 2013 um ca. drei Prozent gesunken ist. Da man in diesem Jahr von einer weiter sinkenden Nachfrage nach OPEC Öl ausgeht, wird der Ölpreis weiter unter Druck stehen. Insbesondere die Entwicklung in Libyen und dem Iran wird von entscheidender Bedeutung sein. Sollten die Öllieferungen aus diesen Ländern signifikant steigen, rechnen zum Beispiel die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch mit einem Durchschnittspreis von 95 Dollar für die europäische Referenzsorte Brent. Ohne diesen zusätzlichen Mengen liegt die Prognose bei 105 Dollar im Durchschnitt. Beide Prognosen bedeuten, ausgehend von einem recht stabilen Eurokurs, dass der heimische Heizölpreis sein günstiges Niveau halten könnte.

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