Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 31. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis gefallen - KW 31

Bis zur Wochenmitte konnten die aktuellen Heizölpreise ihren in der letzten Woche begonnenen Abwärtstrend fortsetzen. Das lag jedoch weniger an den Ölpreisen als am fester werdenden Euro. In den letzten beiden Wochentagen drehte sich die Marktlage, die Ölpreise stiegen kräftig während der Euro im Vergleich zum Dollar nachgeben musste.

Marktteilnehmer orientieren sich gegenwärtig stark an Konjunkturdaten und der wirtschaftlichen Situation in den großen Volkswirtschaften, die gleichzeitig auch die größten Öl-Nachfrager sind.

Zum Beginn der Woche kamen noch negative Signale aus China, die eine langsamer wachsende Wirtschaftsleistung des zweitgrößten Energieverbrauchers befürchten ließen. Der Verkaufsdruck beim Rohöl erhöhte sich, bis ein Niveau erreicht wurde, bei dem die Händler alle positiven Nachrichten wohlwollend aufnahmen um wieder verstärkt zu kaufen. Dazu gehörte die Entscheidung der US Notenbank, weiterhin an der Niedrigzinspolitik festzuhalten. Aber auch positive Arbeitsmarktdaten aus den USA und die sich aufhellenden Stimmungsbarometer bei Einkäufern in Europa und China beflügelten sowohl den Aktien- als auch den Rohölmarkt.

Preisdrückende Meldungen wie die Rekordproduktion und zunehmende landesweite Rohölbestände in den USA fielen nicht mehr ins Gewicht. Zudem meldete die OPEC für Juli rückläufige Fördermengen, was vor allem an den Konflikten im Irak und Libyen lag. Die Konflikte in Ägypten, Libyen, Irak und dem Süd-Sudan begrenzen auch immer noch das Abwärtspotenzial bei den Ölpreisen, da in keinem der Krisenherde mit einer kurzfristigen Entspannung der Lage gerechnet werden kann. Analysten gehen aber auch davon aus, dass vor allem die immer schneller steigende Produktion in den USA den Anstieg der Ölpreise bremsen wird. Insofern rechnen wir nicht mit deutlich sinkenden Heizölpreisen in naher Zukunft, erwarten aber auch nicht, dass sich die Preisrally der letzten Tage dauerhaft fortsetzt.

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