Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 35. Kalenderwoche 2014

29. August 2014

Heizoelpreis gestiegen - KW37

Die Heizölpreise sind diese Woche stetig gestiegen. Das Preisniveau ist insgesamt aber vergleichsweise niedrig geblieben. Grund für die leicht steigende Tendenz war vor allem der schwache Eurokurs, der sich über die Woche hin nicht erholen konnte. Auf der Angebotsseite gab es vereinzelte Probleme, die das Ölpreisniveau kurzfristig stützten. Die
Versorgungslage bleibt aber insgesamt sehr komfortabel.

Die Nachfrage scheint insgesamt nicht besonders hoch zu sein, da Produzenten teilweise Probleme haben Abnehmer für Ihr Rohöl zu finden. Auf der Angebotsseite gab es aber auch zeitweise Probleme. In Saudi-Arabien sowie im Irak waren die Exporte leicht rückläufig. Im Irak soll dies auf schlechte Wetterbedingungen zurückzuführen sein soll. In Libyen soll es zudem Stromausfälle bei der Produktion gegeben haben, wodurch diese kurzzeitig gesunken ist.

In den USA sollen zum Ende des Sommers eigentlich die Wartungsarbeiten an den Raffinerien laufen, um bei steigender Nachfrage im Winter uneingeschränkt arbeiten zu können. Momentan ist die Rohölverarbeitung aber noch sehr hoch. Die Exportmargen bringen vermutlich gute Gewinne, weshalb die Raffinerien die anstehenden Wartungsarbeiten weiter hinauszuzögern scheinen.

Die diese Woche veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone waren insgesamt enttäuschend. Die Konjunkturdaten aus den USA dagegen fielen besser aus als erwartet, was dem Dollar Auftrieb gab und den Euro andererseits schwächte.

Die geopolitischen Krisenherde Libyen und Ukraine sind zudem wieder in den Fokus der Marktteilnehmer gerückt. In Libyen gehen die Kämpfe zwischen den Milizen und den Bevölkerungstruppen unentwegt weiter. Eine Verschlechterung der Lage könnte sich negativ auf die Ölproduktion und die Exporte auswirken.

In der Ukraine sollen russische Separatisten gemeinsam mit dem russischen Militär eine Grenzstadt im Südosten des Landes eingenommen haben. Diese Meldung löste bei den Marktteilnehmern erneut die Befürchtung aus, dass Russland seine Rohölexporte bei erneuten Sanktionen einschränken könnte.

Das Heizölpreisniveau ist im Vergleich zu den Vorjahren noch niedrig. Über die Woche hinweg haben sie sich aber kontinuierlich nach oben bewegt. Ausschlaggebend war dafür vorrangig der schwache Eurokurs. Zum Wochenende konnte er die 1.32 US-Dollar-Marke nicht überwinden.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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