Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 37. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gleich bleibend - KW37

In dieser Handelswoche wurde mehrfach die entspannte fundamentale Lage betont. Alle drei veröffentlichten Monatsreports zur Öl-Bedarfsentwicklung haben bestätigt, dass die globale Öl-Nachfrage rückläufig ist. Die geopolitischen Spannungen sind zum Ende der Woche wieder etwas in den Vordergrund gerückt und haben die Abwärtsbewegung der Ölpreise zum Wochenende gestoppt. Der Eurokurs hat sich im Laufe der Woche etwas stabilisiert und liegt aktuell bei 1,2929 US-Dollar.

Über die Woche hinweg hatten sich die Ölpreise bis Donnerstag kontinuierlich nach unten bewegt. Am Donnerstag erreichte der Ölpreis ein zwei-Jahrestief. Grund für die sinkenden Ölpreise waren vor allem die Monatsreports der EIA, IEA und der OPEC. Aus allen drei Berichten ging hervor, dass der globale Bedarf an Öl sinkt und die verfügbaren Mengen durch verstärkte Produktion ansteigen.

Nachdem Anfang des Monats eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und den russischen Separatisten vereinbart wurde, hielt man eine Verbesserung der Lage im Ukraine-Konflikt für möglich. Zum Ende der Woche entschied sich die EU die Sanktionen gegen Russland umzusetzen, über die man sich Anfang der Woche abgestimmt hatte. Die Ölpreise zogen daraufhin am Freitag wieder an.

Marktteilnehmer sahen den Abwärtstrend der Ölpreise teilweise kritisch. Man befürchtete, dass die OPEC bei einer Unterschreitung der 100-Dollar-Marke Produktionskürzungen vornehmen würde, um den Ölpreis zu stabilisieren.

Nachdem der Ölpreis unter diese Grenze gefallen ist, hat die OPEC keine derartigen Maßnahmen eingeleitet. Der Ölminister der Vereinten Arabischen Emirate und der Ölminister Saudi-Arabiens haben sich zu den Spekulationen geäußert. Beide betonen, dass die OPEC kein Preisziel verfolge und man bisher keinen Anlass für Produktionskürzungen oder andere derartige Maßnahmen sehe.

Zwischen Russland und den USA soll es ebenfalls neues Konfliktpotenzial geben. Die USA sollen einen Einsatz mit Luftschlägen in Syrien gegen die IS-Terroristen planen. Der russische Außenminister spricht dabei von einem Verstoß gegen das internationale Recht. Es soll dafür weder einen Beschluss des UN Sicherheitsrates, noch eine Genehmigung der syrischen Regierung geben.

Über die Woche hinweg haben sich die Heizölpreise aufgrund der gesunkenen Ölpreise nach unten bewegt. Zum Wochenende sind sowohl die Öl- als auch die Heizölpreise wieder etwas gestiegen. Ausschlaggebend für die Gegenreaktion sind vor allem die politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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