Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 39. Kalenderwoche 2014

29. September 2014

Heizoelpreis gleich bleibend - KW39

Die Heizölpreise sind in der vergangenen Woche erst gefallen, zum Wochenende aber wieder auf das Anfangsniveau angestiegen. Während für den anfänglichen Abfall vor allem die Öl-Notierungen verantwortlich waren, sorgte der der Eurokurs für die Steigung am Ende der Woche. Heizöl kostet im bundesweiten Schnitt ca. 79 Cent pro Liter, der Wechselkurs
des Euro liegt derzeit bei 1,27 US-Dollar.

Die Öl-Notierungen sind zu Wochenbeginn weiter gesunken. Hauptursachen dafür waren vor allem die schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA sowie das weiter bestehende Überangebot an Öl. In Libyen konnte die Öl-Produktion weiter erhöht werden und auch der Irak soll seine Exporte weiter gesteigert haben.

Aufgrund des starken Preisfalls bei der europäischen Rohölsorte Brent war bei der OPEC eine Produktionskürzung zur Preisstabilisierung im Gespräch. Die OPEC-Mitgliedsstaaten haben derartige Maßnahmen nicht befürwortet. Man begründete die Ablehnung damit, dass sich die Ölpreise in den nachfragestarken Wintermonaten von selbst einpendeln werden.

Gerade beim Rohöl sehen Analysten die Versorgungslage sehr entspannt. Einige Analysten sehen sogar noch weiteres Abwärtspotenzial beim europäischen Ölpreis-Index Brent, bevor Produzenten die Produktion drosseln um das Preisniveau zu stabilisieren.

So benötigt der größte Ölexporteur Saudi-Arabien einen Durchschnittspreis von 89 Dollar. Davon ist das aktuelle Ölpreisniveau noch relativ weit entfernt, sodass kurzfristig nicht mit Maßnahmen seitens der OPEC gerechnet wird.

Aber auch bei der guten Versorgungslage können entsprechende Nachrichten die Ölpreise kurzfristig nach oben treiben. Zur Wochenmitte sorgten die Ölbestandsdaten des amerikanischen Energieministeriums DOE für einen solchen Preisanstieg. So zeigt sich in den USA eine Verknappung der Benzinbestände. Dabei ist jedoch zu vermuten, dass diese Knappheit auch den hohen Exporten aufgrund der guten Margenlage geschuldet ist. Aber auch regionale Wartungsarbeiten an Raffinerie werden als Ursache gesehen.

Dür steigende Heizölpreise sorgte zum Ende der Woche vor allem der Euro, der gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert verlor.  Ursächlich ist dabei eine befürchtet Konjunkturschwäche der größten europäischen Volkswirtschaft Deutschland. Damit verbinden Investoren die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist wiederholt gesunken und das überraschend stark. Der Index ist eines der wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer und deutete in der Vergangenheit verhältnismäßig zuverlässig auf die weitere Entwicklung der Konjunktur hin. Der Euro fiel in der Folge bis auf 1,2774 Dollar.

Der Eurokurs birgt vermutlich die größte Gefahr für weiter steigende Heizölpreise. Aktuell befindet sich der Euro noch knapp über der 1,27 US-Dollar Marke, fast 10 Cent weniger als noch vor wenigen Monaten. Aber vor allem die Perspektive kann sorgen bereiten. Einige Banken und Analysten prognostizieren die Parität zum Dollar, spätestens im nächsten Jahr. Selbst bei günstigen Ölpreisen würde Heizöl erheblich teurer werden.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise


 

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