Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 04. Kalenderwoche 2014

24. Januar 2014

Heizölpreis steigend KW04

Die Heizölpreise haben zwar die Tiefstände aus der dritten Januarwoche verlassen, bewegen sich aber immer noch auf vergleichsweise günstigem Niveau. Steigende Preise für Rohöl und Gasöl an den internationalen Warenterminmärkten sorgten im Wochenverlauf für Aufschläge beim Heizölpreis. Zum Ende der Woche konnte der Euro gegenüber dem Dollar
kräftig zulegen, was den inländischen Preis für Heizöl wieder sinken ließ.

Nach verhaltenem Wochenstart durch den Martin Luther King Jr. Feiertag in den USA zogen die Ölpreise im weiteren Handelsverlauf spürbar an. Die International Energy Agency (IEA) hatte die weltweite Öl-Nachfrageprognose nach oben korrigiert. Daneben haben auch die OPEC und das amerikanische Energieministerium die ansteigende Rohölnachfrage bestätigt. Grund ist der erwartete Konjunkturaufschwung, der sich in den Wachstumsprognosen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds zeigt.

In den USA ist zur Wochenmitte der südliche Abschnitt der Keystone Pipeline in Betrieb genommen worden. Das könnte mittelfristig dafür sorgen, dass sich der Preisunterschied zwischen Brent und WTI  wieder verringert. Die Pipeline transportiert das günstige WTI Rohöl zu den küstennahen US Raffinerien. In der Folge steigt zwar die Nachfrage nach WTI und damit dessen Preis, allerdings werden sich die Ölimporte reduzieren, was sich wiederum preissenkend auf andere Ölsorten wie Brent auswirkt.

Die geopolitischen Risiken haben in der letzten Woche auch ein Stück weit verbessert. Im Südsudan haben Regierung und Rebellen einen Waffenstillstandsvertrag unterschrieben. Damit sinkt das Risiko, dass der Konflikt die Ölanlagen und Exporte des Südsudan beeinflussen könnte.

Am Ende der Woche wurden einige europäische Konjunkturdaten und die amerikanischen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Während die Daten der Eurozone überzeugten, blieben die amerikanischen Arbeitsmarktdaten hinter den Erwartungen zurück. Der Euro konnte dadurch an Wert gewinnen, was trotz der steigenden Notierungen am Ölmarkt, zu sinkenden Heizölpreisen führte.

Die Aussichten bleiben mittelfristig positiv, kurzfristig gemischt. In den USA ist eine zweite Kältewelle im Anmarsch und auch in Deutschland sollen die Temperaturen am Wochenende weiter sinken. Die Heizöl-Nachfrage wird aller Voraussicht nach etwas anziehen, ob der Heizölpreis dem folgt wird sich zeigen.

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