Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 41. Kalenderwoche 2014

13. Oktober 2014

Heizoelpreis gefallen - KW41

Die Heizölpreise sind in der vergangenen Handelswoche deutlich gefallen. Ausschlaggebend für den deutlichen Preisfall war vor allem die starke Abwärtsbewegung bei den Ölpreisen. Dies spiegelte sich Anfang der Woche jedoch kaum in den Heizölpreisen wider, da der schwache Eurokurs den Preisfall ausbremste. Als sich der Eurokurs zu Ende
der Woche etwas stabilisierte und die Ölpreise ein neues 4-Jahrestief
erreichten, sind auch die Heizölpreise deutlich gesunken.

Ein an die Nachfrage angepasstes Öl-Angebot mittels entsprechender Produktionskürzungen soll weiterhin nicht in Sicht sein. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Einige OPEC- Mitgliedsstaaten wie der Irak steigern ihre Produktion kontinuierlich. Um das Angebot nicht noch weiter zu erhöhen müssten andere Staaten Ihre Förderung theoretisch zurück schrauben. Jedoch sollen Länder wie Saudi-Arabien und Kuwait die Preise überraschend stark verringert haben – wahrscheinlich um das eigene Öl besser zu vermarkten und sich damit Marktanteile zu sichern.

Aufgrund der schwachen Wirtschaftsdaten ist eine Nachfragesteigerung vor allem für China und Europa nicht absehbar. Hoffnung auf eine Erholung der Nachfrage besteht derzeit vorrangig für die USA. Die Wirtschaft und besonders der Arbeitsmarkt des größten Öl-Nachfragers haben sich erholt. Diese Entwicklung in den USA könnte zudem ein Ende der Niedrigzinspolitik bedeuten.

Mitte der Woche sind die Ölpreise auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren gesunken. Der Eurokurs konnte sich zudem oberhalb der 1,26 US-Dollarmarke stabilisiert, sodass die Heizölpreise deutlich gesunken sind.

Die EIA hat in ihren veröffentlichten Berichten zur globalen Nachfrageerwartung den Bedarf sowohl für 2014 als auch für 2015 nach unten korrigiert. Dabei wurde auch der erwartete Bedarf an OPEC-Öl reduziert. Laut EIA soll auch die aktuelle Produktions- und Reservekapazität der OPEC gesteigert worden sein.

Der US-Dollar ist am Mittwochabend unter Druck geraten. Grund waren Äußerungen der US-Notenbank Fed, die keine baldige Anhebung der Zinsen erwarten lassen. Die Fed sorgt sich um die Entwicklung der Konjunktur außerhalb der USA und um die Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft bei einer weiteren Aufwertung des Dollars.

Zum Wochenende wurde bei der europäischen Rohölsorte Brent die kritische 90 Dollar-Marke unterschritten. Brent sank nach dem erhöhten Verkaufsdruck auf 88,11 Dollar und erreichte damit ein neues 4-Jahrestief.

Fraglich bleibt, ob die produzierenden Länder auf die schwächere Nachfragesituation reagieren und die Fördermengen reduzieren. Unmittelbar ist dies jedoch nicht absehbar, sodass die Ölpreise zum Ende der Woche neue Langzeittiefs erreicht haben, was die Heizölpreise hierzulande vergünstigte.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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