Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 43. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis gefallen - KW 43

Die vergangene Woche brachte Bewegung an den Ölmarkt. Die Ölpreise fallen! Was sich schon lange andeutete, wurde diese Woche zur Realität. Schwache Nachfrage und steigendes Angebot lassen die Preise fallen. So sollte es auch sein. Gleichzeitig erreichte der Eurokurs ein neues Langzeit-Hoch. Diese Konstellation sorgt für sinkende Heizölpreise. Der Heizölpreis ist so günstig, wie zuletzt im Juni diesen Jahres.

Zu Beginn der Woche agierten die Händler am Ölmarkt noch zurückhaltend, da durch den „Government Shutdown“ wichtige Wirtschaftsdaten für die USA nicht gemeldet werden konnte. Mit der Veröffentlichung der US Ölbestände durch das DOE (Department of Energy) begannen die Ölpreise zu fallen.

Das DOE meldete Bestandsaufbauten die höher ausfielen als erwartet. Vor allem die amerikanische Ölsorte WTI verlor rapide an Wert. Der Preis für die europäische Ölsorte Brent hielt sich bis zur Wochenmitte auf hohem Niveau. Allerdings verlor der Dollar zeitgleich gegenüber dem Dollar, da die amerikanischen Arbeitsmarktdaten enttäuschten. Dies deutet auf eine Fortführung der ultralockeren Geldpolitik durch die Fed hin, was wiederum den Dollar schwächt.

Durch den festen Euro fielen die Heizölpreise bereits zur Wochenmitte. Noch deutlicher war der Preisverfall beim Heizöl in den letzen beiden Tagen. Der Euro stieg und die Ölpreise sanken weiter. Die Ölpreise passen sich dabei endlich der Angebots- und Nachfragesituation an. Die ist insbesondere in Amerika mehr als komfortabel. Die Ölimporte gingen um über ein Viertel zurück, während die Förderung stetig anstieg. Die USA fördern so viel Öl wie zuletzt 1989.

Die Heizölpreise sind für diese Jahreszeit sehr günstig. Zwar spielt die mit der Kälte einsetzende Heizöl-Nachfrage in Deutschland eine untergeordnete Rolle für das Niveau der Heizölpreise, aber gerade im Vergleich zu den Vorjahren sparen Heizöl-Käufer aktuell bis zu 12 Prozent. Wer sich jetzt für den Winter eindeckt, trifft in jedem Fall keine falsche Entscheidung. Theoretisch besteht noch Spielraum nach unten, die Spekulation darauf birgt aber auch Risiken. Um diese Risiken für weniger Cent Preisunterschied einzugehen, sollte der Heizöltank noch gut gefüllt sein.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?