Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 46. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis steigend KW 46

Die europäischen Ölpreise und die daraus resultierenden Heizölpreise blieben in der letzen Woche einem Trend treu: sie entwickelten sich entgegengesetzt zur vorherigen Woche. Die Marktlage dreht sich derzeit im Wochentakt. Immer wenn die Preise vermeintlich zu weit sinken, wird den preistreibenden Einflüssen mehr Beachtung geschenkt und umgekehrt.
In der vergangenen Woche wich der preissenkende Einfluss der
Atomverhandlungen mit dem Iran dem preistreibenden Einfluss der fehlenden Ölexporte Libyens.

Zu Beginn der letzen Woche stiegen die Ölpreise gleich an. Der von vielen erwartete Durchbruch in den Atomverhandlungen mit dem Iran verzögert sich. Der bearische Einfluss entfällt und lässt die Ölpreise steigen. Das Kaufinteresse steigt zunehmend, bis dann die Systematik des Computerhandels greift und automatische Anschlusskäufe auslöst. Die folgenden positiven Wirtschaftsdaten Chinas gaben den Ölpreisen zusätzlichen Auftrieb.

Erst zur Wochenmitte gab es eine leichte Gegenbewegung. Der Jahresbericht der Internationalen Energiebehörde IEA hebt die Rolle der USA als einer der künftig wichtigsten Öllieferanten hervor. Der Boom unkonventioneller Öl-Förderung wird weiter anhalten und die USA bis 2015 zum größten Ölproduzenten der Welt machen. Auch andere Länder wie Brasilien und Kanada werden ebenfalls ihr Potenzial als Ölproduzent weiter ausbauen. Auf absehbare Zeit wird also ausreichend Öl zur Verfügung stehen.

Kurzfristig leider nicht für Europa. Der Preis der europäischen Ölsorte Brent entfernte sich wieder von seinem amerikanischen Pendent. Zum Ende der Woche betrug der Unterschied fast 14 Dollar. Durch die instabile Lage in Libyen und dem Irak werden Engpässe bei Lieferungen von schwefelarmen Ölen für europäische Raffinerien befürchtet. Ein Durchbruch bei den in der kommenden Woche anstehenden Atomverhandlungen mit dem Iran würde diese Furcht sehr schnell reduzieren.

Der Euro konnte zuletzt wieder an Wert gewinnen. Die designierte Chefin der amerikanischen Notenbank Janet Yellen erklärte, dass die amerikanische Wirtschaft weiterhin stützender Maßnahmen bedürfe. Die ultralockere Geldpolitik wird also so wie bisher fortgeführt.

Die Heizölpreise bleiben auch nach dem Anstieg in der letzten Woche vergleichsweise günstig. Hier rechnen wir auch nicht mit signifikanten Änderungen in der kommenden Woche. Der Markt bleibt ausreichend versorgt und eine Lockerung des Embargos gegen den Iran ist gegenwärtig noch nicht eingepreist.

Ihr Total Heizöl Team

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