Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 48. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gefallen - KW48

Diese Handelswoche endet mit einem neuen Tiefstand für die Heizölpreise und Ölpreise. Schon im Laufe der Woche sind die Heizölpreise kontinuierlich gesunken. Mit dem weniger überraschenden Ausgang des OPEC-Meetings bewegte sich die Heizöl-Preiskurve steil nach unten und die Ölpreise sind zweitweise um fast 10 Prozent gesunken. Für eine
Heizöl-Lieferung mit 3.000 Liter Standard-Heizöl zahlt man aktuell
67,45 Euro pro 100 Liter im bundesweiten Schnitt.

Zum Wochenanfang schaute man nach Wien, wo die Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der 5+1 Gruppe abgehalten wurden. Da die früheren Verhandlungen schwer voran gegangen waren, hielt man einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen für unwahrscheinlich. Die Vermutungen bestätigten sich im Anschluss. Es konnte keine Einigung getroffen werden und die Verhandlungen wurden bis Juli 2015 verlängert.

Die Einschränkungen der iranischen Ölexporte bleiben aufgrund der gescheiterten Gespräche weiter bestehen. Man hatte einer Lockerung der Sanktionen gegen den Iran nicht zugestimmt. Bei einer Einigung über das iranische Atomprogramm und Lockerung der Sanktionen, hätte der Iran seine Ölexporte in kurzer Zeit erheblich steigern können, was die Ölpreise weiter belastet hätte.

Mexiko, Venezuela, Russland und Saudi-Arabien hatten sich vor dem OPEC-Meeting zusammensetzt um über die Frage einer möglichen Produktionskürzung zu diskutieren. Die Gespräche führten jedoch zu keiner Einigung. Der ergebnislose Ausgang der Gespräche sprachin den Augen der Marktteilnehmer dafür, dass beim OPEC-Meeting höchstwahrscheinlich keine Produktionskürzung beschlossen werden wird.

Je näher das OPEC-Meeting gerückt ist, desto mehr Marktteilnehmer vermuteten, dass bei dem Treffen keine Kürzung der Förderquote beschlossen werden wird. Die Spekulationen über den Ausgang der Gespräche standen in dieser Woche im Fokus. Als die OPEC gestern Nachmittag bekannt gegeben hat, dass es keine Verknappung des Angebots geben wird, sanken die Ölpreise auf ein neues Langzeittief.

Die ursprüngliche Gesamtförderquote von 30,0 Mio. B/T wurde nicht verändert, sodass es lediglich geringfügige Anpassungen geben könnte um diese Grenze nicht zu überschreiten. Die OPEC scheint mit ihrer Entscheidung gezielt auf weiter fallende Preise zu setzten um damit die Konkurrenz auszustecken, die höhere Preise für ein rentables Geschäft benötigt.

Dauerhaft werden die Ölpreise wahrscheinlich nicht auf diesem Niveau bleiben, wer für diesen Winter aber noch Heizöl bestellen muss, wird bei den aktuellen Heizölpreisen im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr viel sparen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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