Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 48. Kalenderwoche 2013

29. November 2013

Heizölpreis gleich bleibend - KW 48

Heizöl kostet zum Ende dieser Woche in etwa so viel wie in der Vorwoche. Das liegt vorwiegend am gestiegenen Eurokurs. Die europäischen Ölpreise und der Preis für Gasöl bleiben auf hohem Niveau. Öl ist auf dem Weltmarkt mehr als genug vorhanden, schwefelarme Qualität für europäische Raffinerien jedoch weniger. Die überdurchschnittlich hohe
Heizöl und Diesel Nachfrage in den USA hält das Preisniveau beim Gasöl hoch.

Zu Beginn der Woche herrschte noch etwas Euphorie am Ölmarkt. Der Durchbruch in den Atomverhandlungen mit dem Iran war von einigen Händlern nicht mehr erwartet worden. Die Ölpreise gaben vorerst deutlich nach. Dann stellte sich allerdings schnell heraus, dass mit dem Abkommen nicht das Ende des Ölembargos verbunden war. Die Lockerung der Sanktionen hilft dem Iran zwar seine Tanker auf dem Weg nach China leichter zu versichern, dem europäischen Markt steht vorerst aber nicht mehr Rohöl zur Verfügung.

Als sich diese Erkenntnis am Markt durchsetzte, stiegen die Ölpreise wieder an. Zur Wochenmitte wurde der Anstieg durch die Daten zu den amerikanischen Ölbeständen noch steiler. Die Bestände an Rohöl der Sorte WTI haben durch die hohe Eigenförderung in den USA erneut zugenommen. Die Produktbestände haben dagegen weiter abgenommen.

Durch die niedrigen Heizöl und Diesel Bestände kann entsprechend weniger exportiert werden. In Europa muss der Bedarf an Mitteldestillaten durch eine zunehmende Eigenproduktion gedeckt werden. Das steigert die Nachfrage nach an den Brent-Preis gekoppelten Ölsorten. Folglich steigt auch der Preis. Der Preisabstand zwischen WTI und Brent kletterte in der Spitze auf über 19 Dollar pro Tonne. Anfang Oktober betrug der Abstand noch 6 Dollar pro Tonne.
 
Der US Feiertag „Thanksgiving“ und der folgenden Brückentag reduzierten den Börsenhandel zum Ende der Woche auf ein Minimum. Für leichte Abschläge beim Heizölpreis sorgte allein der Eurokurs. Nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Deutschland und positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone, stieg der Euro erstmals seit vier Wochen über 1,36 Dollar.

In der nächsten Woche steht am Mittwoch das regelmäßige OPEC Treffen in Wien an. Die meisten Experten rechnen mit der Beibehaltung der offiziellen Förderquote von 30 Mio. Barrel pro Tag. Eine Reduzierung oder Ausweitung der Förderung kann aber für Bewegung bei den Ölpreisen sorgen. Zudem wird in Libyen mit den streikenden Ölarbeitern verhandelt. Ein positiver Ausgang würde den Preis für Brent unter Druck setzen und den Abstand zum WTI wieder reduzieren. Für den aktuellen Heizölpreis wäre das ein gutes Vorzeichen.

Ihr Total Heizöl Team

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