Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 49. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gefallen - KW49

Mit dem Wochenbeginn sanken die Ölpreise auf ein 5-Jahrestief. Im Laufe der Woche wurde dieses Tief wieder aufwärts verlassen und die Preise stabilisierten sich. Doch wie die vergangene endet auch diese Woche mit sehr niedrigen Ölpreisen. Bedingt durch diesen Umstand in Verbindung mit der Entwicklung des Eurokurses war der Heizölpreis am Ende der
49. Kalenderwoche 2014 sehr günstig.

Die Ölpreise sanken zum Wochenbeginn auf ein neues Langzeittief. Das letzte Mal wurde dieses Preisniveau Mitte 2010 markiert. Das war größtenteils darauf zurückzuführen, dass die OPEC beschloss, ihre Förderquoten unverändert zu lassen. In der Vergangenheit reagierte die OPEC auf Unter –oder Überangebote stets mit erhöhten oder verringerten Förderquoten. Trotz der aktuellen Überversorgung und den niedrigen Ölpreisen hat sich die OPEC beim Treffen Ende November gegen eine Produktionskürzung entscheid

Das 5-Jahrestief wurde am Folgetag durch Korrekturbewegungen an den Ölbörsen verlassen, jedoch begannen die Marktteilnehmer sich auf die Situation einzustellen, dass der Markt wohl dauerhaft überversorgt sein könnte und der Ölpreis damit niedrig bleibt. Aus diesem Grund müssten zukünftige Projekte im Bereich der Ölförderung hinsichtlich der Rentabilität hinterfragt werden.

Die Annahme, dass der Markt dauerhaft überversorgt sein könnte, bestätigte sich, als der Irak eine Steigerung der Ölproduktion bekannt gab. Da das Land nach den Kriegen mit den USA das Recht erhielt, seine Ölindustrie wieder aufzubauen, ist es von den OPEC-Quoten ausgeschlossen. Hinzu kam, dass Saudi-Arabien nicht bereit ist, seine Förderquoten zu reduzieren. Grund dafür sei die nicht sichergestellte Überwachung und Durchsetzung der Quoten. Eine Einigung ist jedoch erst frühestens im Februar zu erwarten.

Die zunehmende Raffinerieauslastung durch die  Winternachfrage könnte die einzige kurzfristige Maßnahme sein, die das Überangebot ein wenig dämpfen und damit den Preisverfall vorübergehend stoppen könnte. Da die Raffinerieauslastung jedoch im Januar wieder abnehmen wird, gehen Experten davon aus, dass sich das Preisniveau im kommenden Jahr gar bei 60 Dollar einpendeln könnte. Eine zielführende Lösung wäre nach ihrer Ansicht nur die Zusammenarbeit mit ölexportierenden Ländern außerhalb der OPEC.

Zum Ende der Woche teilte Libyen mit, in den nächsten Tagen ebenfalls die Produktion zu erhöhen. Diese Tatsache in Kombination mit der saudischen Ölpolitik und der erhöhten irakischen Ölproduktion wird wohl dazu führen, dass sich die Lage am ohnehin überfüllten Markt noch mehr verstärkt. Aus diesem Grund halten es einige Analysten nicht für unrealistisch, dass sich der Ölpreis im Laufe des Jahres 2015 sogar bei 50 Dollar einpendelt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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