Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 49. Kalenderwoche 2013

6. Dezember 2013

Heizölpreis steigend KW49

In Vergleich zur letzten Woche sind unsere Heizölpreise etwas gestiegen. Insgesamt kann man bei den Öl- und Heizölpreisen in den letzten drei Wochen von einem Seitwärtstrend sprechen. Richtungsweisende Nachrichten fehlen dem Markt. Zurzeit scheint es wenig wahrscheinlich, dass die aktuellen Heizölpreise bis zum Jahresende das günstige Niveau
vom Beginn des Novembers bzw. die Höchststände vom Beginn des Septembers erreichen werden.

Die Situation am Ölmarkt lässt sich wie folgt beschreiben: vieles könnte, nichts muss. So ließen positive Wirtschaftsdaten die Ölpreise zu Beginn der vergangenen Woche erstmal steigen. Insgesamt lagen alle gemeldeten Konjunkturdaten über den Erwartungen der Analysten. Das spricht erstmal für eine höhere Öl-Nachfrage.

Je positiver die Wirtschaft sich aber entwickelt, desto wahrscheinlicher wird es, dass die großen Notenbanken von Ihrer Niedrigzinspolitik früher abrücken. Insbesondere von der amerikanischen Notenbank wird dieser Schritt erwartet.

Höhere Zinsen bedeuten weniger Liquidität und weniger Risikofreude bei den Akteuren am Finanzmarkt. Das belastet die Ölpreise, stärkt aber auch den Dollarkurs. Die Auswirkungen auf die inländischen Heizölpreise wären eher gering.

Größere Auswirkung könnte die zur Wochenmitte von der OPEC getroffene Entscheidung haben, die Fördermenge von 30 Mio. Barrel pro Tag beizubehalten. Zwar steigt die Öl-Nachfrage mit der besseren konjunkturellen Entwicklung, aber aller Voraussicht nach nicht nach dem von der OPEC vermarkteten Rohöl. Die hohe Eigenförderung der USA sowie die Ausbau der dortigen Infrastruktur machen den weltweit größten Verbraucher immer unabhängiger von Öl-Importen.

Die OPEC Mengen stünden damit verstärkt dem europäischen Markt zur Verfügung. Dazu kommen noch zusätzliche Mengen aus dem Iran, Irak und Libyen. Diese Länder wollen die Förderung und den Export von Rohöl erhöhen, unabhängig davon ob andere OPEC Mitglieder ihre Produktion reduzieren.

Die Aussichten für die nächste Heizsaison sind also erstmal gut, selbst wenn die Wirtschaft brummt und die Öl-Nachfrage weiter anzieht. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass keine geopolitischen Konflikte das Szenario grundsätzlich verändern. Die aktuellen Heizölpreise sind für diese Jahreszeit immer noch günstig. Zwar ist die inländische Heizöl-Nachfrage vergleichsweise gering, aber es nähern sich auch die Feiertage und die ersten nennenswerten Schneefälle. Die Transportkapazitäten sind dann begrenzt. Alle die noch in diesem Jahr ihren Heizöl-Tank auffüllen müssen, sollten daher nicht mehr allzu lange warten.

Ihr Total Heizöl Team

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