Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 06. Kalenderwoche 2014

Heizölpreise bleiben gleich KW06

Die Heizölpreise sind in der ersten Hälfte der vergangenen Woche gefallen, zogen zum Wochenende jedoch wieder an. Die größere Bewegung vollzogen allerdings die Ölpreise und die Kurse am Devisenmarkt. Da mit fallenden Ölpreisen ein festeren Dollar und andersherum mit steigenden Ölpreisen ein festerer Euro einhergingen, war die Volatilität beim Heizölpreis
weniger stark ausgeprägt.

Der Wochenbeginn war geprägt von der Reduzierung der Geldmenge durch die amerikanische Notenbank. Die Währungen einiger Entwicklungs- und Schwellenländer gerieten massiv unter Druck und verloren gegenüber dem Dollar an Wert. Das in Dollar gehandelte Öl wird für diese Länder teurer, das Wachstum schwächt ab und die Ölnachfrage sinkt damit einhergehend. Diese Entwicklungsländer sollen laut Prognosen für den größten Teil des Anstiegs der weltweiten Ölnachfrage verantwortlich sein. Sollte deren Wirtschaftsleistung dauerhaft geschwächt werden, müssten die Prognosen angepasst werden. Schon die Aussicht darauf setzte die Ölpreise unter Druck.

Stützend wirkt sich weiter der ungewöhnlich harte Winter im Nordosten der USA aus. Die Heizölbestände in den USA bleiben knapp. Die Preise für das an der New Yorker Börse NYMEX gehandelte Heating-Oil steigen, während der Abstand von WTI zu Brent weiter sinkt. Es rechnet sich jetzt eher, Gasöl aus Europa in großen Tankern zu importieren. Damit wirkt sich die gestiegene amerikanische Nachfrage auch auf die Gasölpreise an der Londoner ICE Futures aus.

Die Perspektive für die Öl- und Heizölpreise bleibt positiv. Zwar stützt der strenge Winter in den USA aktuell auch das hiesige Preisniveau, dieser Effekt wird jedoch abnehmen. Dagegen bleiben der inländische Heizöl-Verbrauch und damit auch die Heizöl-Nachfrage gering. Aktuelle Wirtschaftsdaten aus den Schwellen- und Entwicklungsländer lassen Zweifel an den Prognosen  zum Wachstum des weltweiten Ölbedarfs zu. Die Öl-Produktion in den USA und einigen OPEC Staaten wird aber weiter zunehmen.

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