Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 07. Kalenderwoche 2014

17. Februar 2014

Heizölpreis steigend KW07

In der letzten Woche haben die Ölpreise wieder deutlich zugelegt. Dass die Heizölpreise weniger steil gestiegen sind, war dem wiedererstarkten Eurokurs zu verdanken. Hauptthemen am Ölmarkt blieben der strenge Winter in den USA und der damit verbundene enorme Heizöl-Verbrauch, die Lage in Libyen sowie die Nachfrageprognosen für das laufende Jahr.

Die Woche begann mit einem deutlichen Anstieg der Ölpreise. Grund war die anhaltend hohe Heizöl-Nachfrage in den USA und die problematische Lage in Libyen. Die Ölterminals im Osten des Landes bleiben weiterhin blockiert. Die angekündigte Auflösung der Blockade mit Hilfe des Militärs ist nicht erfolgt. Libyen produziert damit weiter etwa 1,0 Mio. Barrel pro Tag weniger als bei Normalauslastung möglich wäre. Am Markt war zuletzt mit einer Normalisierung der Lage gerechnet worden. Stattdessen gibt es nun weitere Proteste, wodurch die ohnehin schon geringen Ölexporte weiter abnehmen könnten.

Die restriktivere US Geldpolitik hat im Januar und Februar zu massiven Abwertungen geführt, wodurch das in Dollar gehandelte Öl für diese Länder teurer geworden ist und somit deren Nachfrage dämpft. Trotzdem wurde in den jüngsten Monatsberichten von OPEC, IEA und EIA das für 2014 erwartete Wachstum der Ölnachfrage nach oben korrigiert. Man rechnet zwar mit einem geringeren Wachstum der Öl-Nachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern, jedoch wird der weltweite Öl-Bedarf durch das positive Wirtschaftswachstum in den OECD Ländern und dem extrem harten Winter in den USA stärker zunehmen als zuvor prognostiziert.

Auf der Nachfrageseite überraschte China mit einem Wachstum der Ölimporte im Januar von über 10 Prozent. Die chinesischen Öleinfuhren haben damit ein neues Rekordniveau erreicht. Das Öl wird vorwiegend aus Ländern importiert, die auch den europäischen Markt beliefern, was sich dadurch vor allem auf Brent preissteigernd auswirkt.

Der Ausblick für Brent ist jedoch nicht nur negativ. Die über den südlichen Abschnitt der Keystone Pipeline transportierten Öl-Mengen werden weiter steigen. In der Folge reduzieren sich die WTI Bestände kontinuierlich, während die Rohölbestände an der Golfküste steigen werden. Ein Export des überschüssigen Rohöls ist nach amerikanischem Recht nicht möglich. Die Folge kann eine Umleitung oder Reduzierung von Öl-Importen sein. Diese Mengen wären für andere Märkte wie Europa verfügbar und könnten sich dadurch preissenkend auf den europäischen Markt auswirken.

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