Ölpreise wegen Bestandserwartungen leicht gestiegen

12. November 2019, Felix Schmidt

Keine Einigung im Handelsabkommen - leicht gestiegene Öl- und Heizölpreise.

Noch immer bestimmt die Unsicherheit zum Handelskrieg das Geschehen, die Händler trauen sich keine eindeutige Markttendenz zu. Das schickt die Ölpreise nur auf kurzfristige Kurskorrekturen, die heute Morgen leicht gestiegen sind. Der Heizölpreis ist heute leicht teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Auch Oman sieht keine Notwendigkeit für höhere OPEC-Kürzungen
  • Bestandsabbauten im US-Öllager Cushing stützen Preise
  • Brent bei 62,44 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 582,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1035 US-Dollar
     

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 67,25 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,25 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 66,80 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Saudi-Arabien erhöht Dezemberpreise und bereitet Börsengang vor
USA und China treiben Handelsgespräche voran
China steigert Rohölimporte

Brexit ungeklärt
andelsabkommen ungeklärt

Kasachstan steigert Rohölförderung
Indiens Ölnachfrage im September gesunken

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 62,44 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 61,92 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 62,24 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 582,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 578,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 576,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 12.11.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Dass die Morgennotierungen über den gestrigen Ölpreisen liegen, sollte nur als kurze Momentaufnahme verstanden werden. Denn der Ölmarkt ist fest im Griff einer Seitwärtsbewegung, die sich erst auflösen dürfte, wenn es klare Unterschriften bzw. bilaterale Aussagen zum Handelsstreit gibt.

Solange die Strafzölle seitens der USA und China nicht abgebaut werden, bleibt dem Markt nichts anderes übrig, als sich kurzfristig für kleinere Impulse zu entscheiden.

Diese Impulse gab es gestern vorranging durch die Meldung, dass die Bestände im US-Öllager Cushing gefallen seien. Dies deutet darauf hin, dass auch die Wochenberichte von API und DOE fallende Bestände melden könnten. Und damit gäbe es zumindest einen handfesten Grund, auf steigende Ölpreise zu setzen. Diese Voraussicht ist vorrangig dafür verantwortlich, dass die Morgennotierungen über den gestrigen Schlusspreisen liegen. Diese Voraussicht hat jedoch kaum das Potential, Bestand zu haben.

Unterdessen hat der Ölminister des OPEC-Mitglieds Oman sein „Bauchgefühl“ geäußert, dass sich die OPEC+Gruppe im Dezember gegen weitere Kürzungserhöhungen aussprechen könnte. Damit stößt er ins gleiche Horn wie Wortführer Saudi-Arabien. Der Markt ist von dieser Meinungstendenz immer noch überrascht, widerspricht sie doch allen Prognosen zum Jahr 2020, die gerade seitens der OPEC eine deutliche Überversorgung des Marktes festhalten.

Oman ist allerdings kein wirklich großer OPEC-Lieferant und reine Meinungsäußerungen, die mit Bauchgefühl begründet werden, haben die Händler noch nie zu größeren Reaktionen veranlasst. Deshalb bleibt erst einmal abzuwarten, was das große OPEC-Treffen im Dezember nun tatsächlich bringt.

Der Euro hat leichte Tendenzen nach oben und nimmt damit ein paar der Preissteigerungen bei den Ölnotierungen wieder aus der Rechnung. Dennoch ist der Heizölpreis heute leicht teurer.

Das sollte Heizölkunden aber nicht vom Kauf abhalten, da die aktuell unsichere Lage zu erheblichen Schwankungen führt, bei denen es immer schwieriger wird, das optimale Preisniveau zu bestimmen.
Mit dem Kauf machen Sie sich von all diesen Entwicklungen unabhängig.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1035 US-Dollar, am Montag waren es 1,1025 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1041 US-Dollar festgesetzt.

Werden heute die ZEW-Umfragedaten zur Konjunkturerwartung in der Eurozone und Deutschland veröffentlicht, könnte wieder Schwung in die Devisenmärkte kommen.

Denn aktuell zeichnet sich eine leichte Stimmungsaufhellung ab, die auch von den Verhandlungen zum Handelsstreit getragen wird. Darin schlummert in der Faktenlage zwar auch großes Enttäuschungspotential, doch gibt es erst einmal wenig Anlass, an einer leichten Verbesserung der Prognosen zu zweifeln.
 

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Felix Schmidt – Autor

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