Der Heizölpreis steigt wieder

4. Juli 2016

Heizoelpreis-steigt-04-07-2016

Neue Anschläge auf Ölpipelines in Nigeria sorgen erneut für Produktionsausfälle und stärken dadurch den Ölpreis. Wegen des langen Wochenendes in den USA wird heute mit einem ruhigen Handel gerechnet. Der Heizölpreis erlebt einen geringen Anstieg und kostet heute 52,26 Euro.

Ölpreisentwicklung

Da heute in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert wird und deswegen ein Großteil der amerikanischen Marktteilnehmer nicht am Handel teilnehmen kann, ist ein eher ruhiger Tag für den Ölpreis zu erwarten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 50,40 US-Dollar je Barrel gehandelt. Damit ist die Notierung innerhalb der letzten sieben Tage um fast vier US-Dollar angestiegen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 443 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Am Wochenende haben sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen der norwegischen Ölindustrie in letzter Minute auf eine Anpassung der Tarifverträge verständigen können. Der Ölpreis wird durch den infolgedessen ausbleibenden Streik nun nicht wie erwartet belastet.

Auch die Sorgen über den drohenden Brexit haben am Rohölmarkt abgenommen. Analysten meinen, dass der erste Schock nun verdaut scheint und dass die Marktteilnehmer realisiert haben, dass ein negativer Einfluss nicht unmittelbar eintreten wird.
Trotz dieser preisdrückenden Faktoren ist zum Beginn dieser Woche keine Abwärtsbewegung erkennbar.

Das liegt vermutlich hauptsächlich an Meldungen aus Nigeria über neue Anschläge auf Ölpipelines. Die zuletzt ausgehandelte Waffenruhe scheint damit nun beendet, dass dieses Wochenende die fünf größten Anlagen angegriffen wurden.

Seit Februar bereits kommt es in Nigeria zu Angriffen einer militanten Rebellengruppe auf Öl-Förderanlagen. Durch die Rückschläge ist im Mai die Fördermenge sogar auf das niedrigste Niveau seit 28 Jahren gefallen.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 04.07.2016

  • Unabhängigkeitstag in den USA

Mittwoch, 06.07.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Rede von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB)

Donnerstag, 07.07.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)

Freitag, 08.07.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Derzeit kostet ein Euro rund 1,113 US-Dollar und ist damit seit Beginn der letzten Woche wieder um einen Cent gestiegen.
Zuletzt gaben positive Konjunkturdaten aus der Eurozone dem Eurokurs Auftrieb.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt hat, bedeutet ein steigender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum günstiger werden.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aktuell rund 52,26 Cent pro Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis wieder unter die 50 US-Dollar Marke fällt oder weiter ansteigt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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