Möglicher Fortschritt bei Atomverhandlungen – Heizölpreise sinken

3. März 2015

Heizoelpreise gefallen 03032015

Heute werden sinkende Heizölpreise erwartet. Der Anstieg der libyschen Ölexporte zum Wochenbeginn und die Meldungen über mögliche Fortschritte bis hin zu einer Einigung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran ließen den Ölpreis gestern sinken.

Relativ unerwartet wurden die Atomverhandlungen mit dem Iran an der Ölbörse thematisiert. Laut unbestätigten Meldungen wurden bei den Verhandlungen entscheidende Fortschritte erzielt. Marktteilnehmer rechnen durch eine potentielle Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran mit einem Anstieg der Ölexporte, was die Ölpreise belastet.

Analysten erwarten zudem weiterhin steigende US Ölbestände, da die Ölproduktion trotz der Schließungen einiger Förderanlagen angestiegen ist. Die Ölproduktion müsste gedrosselt werden, sollten die Bestände weiterhin so stark ansteigen und die Lagerkapazitäten ausgehen. Die Ölproduzenten fordern nach wie vor eine Lockerung der Exportrestriktionen in den USA, um ihren Absatzmarkt erweitern zu können.

Am Montagabend kam es erneut zu Angriffen auf libysche Ölfelder, wodurch die Exportleistung Libyens wieder deutlich abnimmt. Da die Lage vor Ort sehr angespannt ist und die Regierung Probleme hat, die Situation unter Kontrolle zu bringen, ist es nicht absehbar wann wieder mit einer kontinuierlichen Ölförderung gerechnet werden kann.

Bisher ist unklar, wie stark die libyschen Ölförderanlagen beschädigt wurden. Da Händler die kritische Sicherheitslage und die damit verbundenen Schwankungen der Ölexporte bereits einkalkulieren, sollten durch diesen neuerlichen Ausfall keine maßgeblichen Preissteigerungen zu erwarten sein.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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