Hohe US-Ölbestände lassen Ölpreise fallen - Heizölpreise heute deutlich günstiger

19. Februar 2015,

Heizoelpreise gefallen 19022015

Die Marktteilnehmer reagierten auf die hohen US-Ölbestände mittels Verkäufe und somit fielen die Preise, wodurch automatisch weitere Verkäufe ausgelöst wurden, die den Rohölpreis zusätzlich gedrückt haben. Der Heizölpreis ist daher heute deutlich niedriger als zum Vortag.

Die andauernden Kämpfe in Libyen und die unverändert schlechten Wetterbedingungen im Irak führen weiterhin zu einem Exportrückgang der beiden Ölproduzenten, was vor allem die europäische Rohölsorte Brent stützt. Europa und Asien sind die Hauptabnehmer für Rohöl aus Libyen und dem Irak.

Gestern wurden schlechte US Konjunkturdaten veröffentlicht und die Streiksituation an den US Raffinerien spitze sich zu. Momentan werden neun Raffinerien bestreikt. Die Gewerkschaft „United Steelworkers“ schließt eine Ausweitung des Streiks auf weitere Raffinerien nicht aus. Zusätzlich zur jetzt schon angespannten Lage kam es gestern an einer Raffinerie zu einer Explosion, die zu weiteren Produktionsausfällen führt.

In den USA sorgt eine weiterhin anhaltende Kaltwetterfront für einen Abbau der Produktbestände. Der Abbau wird durch die sinkende Raffinerieauslastung verstärkt, jedoch steigen dadurch die Rohölbestände kontinuierlich an. Auch die zunehmenden Importe erhöhen die Ölbestandsaufbauten.

Auf die amerikanische Rohölsorte WTI (West Texas Intermediate) wirkt sich vor allem die überversorgte Marktlage preissenkend aus. Die Abwärtsbewegungen an den Ölbörsen sorgten für zusätzliche, automatische Verkäufe, die den Rohölpreis zusätzlich gesenkt haben.

Experten der PIRA Energy haben Zahlen der Abnehmer analysiert, welche saudisches Öl beziehen. Es könnte zu einer höheren Ölförderung Saudi-Arabiens kommen, da die Preise gesenkt wurden und die Nachfrage nach saudischem Öl gestiegen ist.

Die hohen US-Bestände und der Verkaufsdruck an den Ölbörsen bewirken einen deutlichen Preisrückgang beim Rohöl und auch die aktuellen Heizölpreise sind im Vergleich zu gestern günstiger. Aufgrund dessen, dass die Mehrheit der US-Notenbanker vorerst keine Zinserhöhung vorsieht, ist der Euro gestiegen. Durch den festeren Euro sind die Heizölpreise zusätzlich günstiger als am Vortag.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise