Fallende Heizölpreise zum Wochenbeginn

Am Freitag drehte sich die Lage an den Ölbörsen. Grund war wohl eher die Chart-Technik, als die Meldung vom Anstieg libyscher Ölexporte. Nachdem die Preise fielen, sorgten automatisch ausgelöste Verkäufe für einen zusätzlichen Preisverfall. Die Nordseesorte Brent ging auf einem neuen 3-Monatstief aus dem Handel. Trotz des gefallenen Eurokurses werden die Heizölpreise zu Beginn dieser Woche günstiger.

Für die ersten Verkaufsimpulse sorgten am Freitag vor allem technische Faktoren. Dabei werden Muster der Preisentwicklung analysiert und bewertet. Die Preisentwicklung von Brent und Gasöl zeigte dabei Muster, die einen Preisverfall in naher Zukunft wahrscheinlicher machten, als einen weiteren Preisanstieg. Erste Händler verkauften um Gewinne zu realisieren. Als die Preise dann fielen, wurden „stop-loss Verkäufe“ automatisch ausgelöst und beschleunigten die Abwärtsbewegung. Da auch der Dollar weiter an Wert gewinnen konnte, wurde Öl für Investoren weniger attraktiv, was auch ein Grund für die kräftige Abwärtsbewegung vom Freitag ist.

Laut dem libyschen Ölministerium haben die Exporte des Landes wieder zugenommen, was an sich eine positive Meldung wäre. Allerdings hat der ölreiche Osten des Landes auch seine Unabhängigkeit erklärt. Nun sind neue poltische Konflikte zu befürchten und selbst ein nahender Bürgerkrieg kann nicht ausgeschlossen werden. Die Lage in Libyen wird am Ölmarkt daher eher kritisch eingeschätzt.

Die Versorgungslage am Ölmarkt bleibt sehr entspannt. Wir rechnen in der kommenden Woche nicht mit erneuten Anstiegen bei Öl- und Heizölpreisen.

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