Fester Wochenstart für den Ölpreis

15. August 2016

Heizoelpreis steigt 15-08-2016

Bereits am Freitag sorgte die Äußerung des saudischen Ölministers zu einer koordinierten Produktionsbeschränkung für steigende Ölpreise. Dem hinzu kam die Thematisierung einer möglichen Unterversorgung im dritten Quartal. Damit ergibt sich auch am heutigen Tag ein steigender Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Trotz eines preisdrückendes Baker Hughes Berichts am Freitag, sorgen die Spekulationen um eine Kooperation der OPEC zu Produktionseinschränkungen weiterhin für Auftrieb. Zwar hat sich an der aktuellen Überversorgung bisher nichts geändert. Doch nur die Spekulationen um eine mögliche Beschränkung für die Zukunft stoppten die Wetten auf fallende Ölpreise vorerst.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

So ergibt sich für den europäische Ölpreis-Index Brent aktuell ein Preis von 47,28 US Dollar je Barrel. Damit ist Brent um fast 3 Dollar teurer als letzte Woche Montag. ICE Gasoil verzeichnet ebenfalls ein Plus und wird für den heutigen Morgen bei 414,50 US Dollar je Tonne notiert.

Analysten bleiben allerdings weiterhin skeptische und sehen in der US-Schieferölproduktion den neuen Ausgleichsproduzent. Steigt der Ölpreis, wird die Förderung dort wieder rentabel. Fällt der Ölpreis jedoch, sinkt auch die Aktivität.

Trotz des niedrigen Preisniveaus der letzten Wochen, bleibt die US-Ölförderung jedoch hoch und es wird weiter nach neuen Quellen gesucht. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Ölförderung dort in naher Zukunft als rentabel angesehen wird. Infolgedessen wird die US-Förderung vermutlich weiter zunehmen.

Dies deutete auch der Bericht des Baker Hughes vom Freitag an. Das siebte Mal in Folge stieg die Anzahl der aktiven US-Ölförderanlagen.

Dem hinzu kommt, dass die Konjunkturdaten der drei größten Volkwirtschaften USA, Japan und China heute Morgen eher weniger überzeugte. Dies lässt ein abschwächendes Nachfragewachstum für die nächste Zukunft erahnen.

Trotzdem nimmt der Kommentar des saudischen Ölministers weiterhin Einfluss auf die Stimmung am Markt. Schon im April dieses Jahres gab es Verhandlungen um eine koordinierte Beschränkung der Ölförderung. Damals scheiterte es an der Bereitschaft des Irans, da dort erst kurz zu vor die Ölförderung beschränkende Sanktionen aufgehoben wurden. Und ohne den Iran war auch Saudi-Arabien nicht zu Beschränkungen bereit.

Da der Iran seine Produktion nun aber rasch steigern konnte, ist die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung des Irans gestiegen. Die Skepsis bleibt zwar, jedoch sorgen die Spekulationen für ein anhaltendes 3-Wochenhoch beim Ölpreis.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, 16.08.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Verbraucherpreisindex USA

Mittwoch, 17.08.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten vom Department of Energy (DOE)
  • FOMC Protokoll (Ausrichtung der Geldpolitik)

Donnerstag, 18.08.2016

  • Verbraucherpreisindex Eurozone

Freitag, 19.08.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt mit 1.1172 US Dollar weiterhin unter der 1.12 Dollar Marke.

Die nicht allzu überzeugenden Konjunkturdaten der USA sorgen heute für einen relativ weichen Dollarkurs. Da Öl grundsätzlich in der amerikanischen Währung gehandelt wird, sorgt ein fallender Dollarkurs dafür, dass Öl für Investoren aus dem Euroraum günstiger wird.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 50,03 Euro pro 100 Liter. Damit ist der Preis im Vergleich zum Vormontag um mehr als 2 Euro je 100 Liter gestiegen.

Auf fallende Preise zu spekulieren, ist momentan recht riskant, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Wer sicher gehen will, sollte daher jetzt bereits Heizöl kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.