Geringe Preisausschläge beim Öl

6. März 2017

Heizoelpreise sinken 060317

Ölpreis in leichter Abwärtsbewegung im Vergleich zum Freitag. Kämpfe in Libyen zwingen zu einem Aussetzen der Exporte. Im Laufe der Woche wird der Monatsreport Februar der EIA bezüglich der Entwicklung des Öls mit Spannung erwartet.

Ölpreisentwicklung

Heute Morgen sind die Ölpreise gesunken. Dies mag darin begründet sein, dass in den USA die Zahl der Ölbohrlöcher erneut zugenommen hat und somit auf aktuell insgesamt 609 gestiegen ist. Dies kommt einem Zuwachs um 100 seit Mitte Dezember gleich und stellt zugleich das höchste Niveau seit Oktober 2015 dar. Dies lässt prognostizieren, dass die Ölförderung in den nächsten Monaten weiter zunehmen wird. Nach wie vor ist die OPEC bemüht, diesem Überangebot entgegenzusteuern und durch Förderkürzungen entsprechend Öl vom Markt zu nehmen.

Im Laufe der Woche wird der Monatsreport der EIA für Februar mit Spannung erwartet. Dieser wird dann offenlegen, inwieweit die prognostizierten Ölförderungen im Plan liegen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 55,93 US-Dollar in den Tag, das sind +0,03 US-Dollar zum Schluss Freitag. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im März aktuell bei 486,75 US-Dollar und somit mit einem leichten Plus zum Schlusspreis vom Freitag.

Glaubt man den sehr überschaubaren Meldungen, so konnte Libyen seine Ölproduktion senken. Aufgrund von Kämpfen in der Nähe wichtiger Ölterminals mussten die Verladungen eingestellt werden. Diese ausgesetzten Exporte werden so lange andauern, bis sich die kritische Situation wieder beruhigt hat und die Arbeitnehmer ohne Risiko ihre Tätigkeit aufnehmen können.

Das Thema Produktionskürzungen steht nach wie vor im Raum. Saudi-Arabien, als größter Ölproduzent der OPEC, hat bisher mehr gekürzt als vereinbart, wohingegen Russland und der Irak ihren Quoten hinterherhinken. Bei Russland muss man sogar davon ausgehen, dass der Trend in die entgegengesetzte Richtung geht und die Exporte sogar gesteigert wurden. Bleibt abzuwarten, wie geduldig Saudi-Arabien mittel- und langfristig sein kann und das Ausscheren der Partner tolerieren wird. Weiterhin ist unklar, ob die Produktionskürzungen der OPEC über die zweite Jahreshälfte hinaus verlängert werden.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, 07.03.2017

  • Bruttoinlandsprodukt Eurozone
  • Handelsbilanz USA
  • API US-Ölbestandszahlen
  • EIA Monatsreport

Mittwoch, 08.03.2017

  • EIA Rohöl Lagerbestand, USA
  • Wirtschaftszahlen, China

Donnerstag, 09.03.2017

  • EZB Zinssatzentscheidung, EuroZone
  • Preisindex, China

Freitag, 10.03.2017

  • Arbeitslosenquote, USA
  • Baker& Hughes US-Ölplattformen, USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs gibt nach. Nach deutlichen Gewinnen im Verlauf des Freitags – bedingt durch die Rede der US-Notenbankchefin - ist der Eurokurs am Montag moderat gefallen. Heute Morgen notiert er bei 1,0553 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitag auf 1,0565 US-Dollar festgesetzt im Vergleich zum Donnerstag mit 1,0514 US-Dollar.

Glaubt man den Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen vom Freitagabend, dann wird mit einer schnellen Zinserhöhung durch die US-Notenbank im März gerechnet. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) dadurch immer größere Schwierigkeiten haben wird, ihre expansive Geldpolitik weiterhin zu rechtfertigen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Eurozone in den nächsten Monaten entwickeln wird nach den Wahlen in Frankreich und den Niederlanden.

Laut einer Umfrage unter den Griechen will die Mehrheit (knapp 60 %) den Euro behalten. Lediglich 33 % sind für einen Austritt aus der Eurozone. Bleibt abzuwarten, ob die Athener Regierung die in 2015 zugesagten umfangreichen Reformen umsetzen kann. Dafür hatte man Griechenland ein nicht unbeträchtliches Hilfspaket zugesagt.

Mit Blick auf die Politik Donald Trumps ist nach wie vor ungewiss, welche Auswirkungen seine Handlungen auf den Euroraum und somit den Eurokurs haben werden. Aktuell sind keine richtungsweisenden Impulse zu verzeichnen.

Heizölpreisentwicklung

Die Ölpreise haben heute Morgen ein kleines Minus verbuchen können. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 59,56 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es zur gleichen Zeit 59,90 Cent pro Liter.

Auch wenn die Witterung derzeit recht mild ist und vollkommen unklar ist, wie sich die Preise in 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu handeln und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.