Handelsabkommen neu interpretiert: Ölpreise rutschen ab, Heizölpreis günstiger

15. Oktober 2019, Ricarda Altrichter

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Der Minimalkonsens in den Verhandlungen zwischen China und den USA hat den Markt gestern besonders beschäftigt. Etwas verspätet folgte eine enttäuschte Reaktion darauf, dass die beiden Länder in Sachen Strafzölle offenbar wenig vorankommen. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Annäherung zwischen China und USA wird vom Markt neu bewertet
  • Weitere Kürzungen für Suaid-Arabien und Russland vorerst wohl kein Thema
  • Tankerkosten steigen und senken Ölpreise
  • Ecuador kommt zur Ruhe – Force Majeure wohl bald aufgehoben
  • Brent bei 58,80 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 576,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1030 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 67,63 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,63 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 68,26 Cent pro Liter Heizöl.

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

China und USA machen Zugeständnisse

Lage im Nahen Osten

OPEC- und EIA-Monatsberichte

 

Enttäuschung über China-USA-Verhandlungen

IEA-Monatsbericht

Nigeria darf mehr Öl fördern

Saudische Ölproduktion wiederhergestellt und über Niveau vor Anschlägen

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,80 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 60,18 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 59,19 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 576,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 591,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 579,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 15.10.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Nachdem der Markt noch am Montagmorgen versuchte, den Meldungen zu den Verhandlungen zwischen China und den USA und weiteren möglichen Kürzungen der OPEC ab Dezember Gutes abzugewinnen, machte sich gestern im Laufe des Tages deutliche Enttäuschung breit. Diese Enttäuschung zeigte sich in ebenso deutlichen Preisabschlägen bei Öl.

Einerseits gilt nun die Maxime, dass die Handelsgespräche wesentlich weniger erfolgreich waren, als es Trump in Tweets verlauten ließ. Die minimalen Zugeständnisse ändern nichts an den Strafzöllen und damit an einem der wichtigsten Hemmnisse für die aktuelle Weltwirtschaft.

Zum anderen hatten OPEC-Stimmen, die eine mögliche weitere Senkung der Förderquoten ab Dezember in den Raum stellten, wohl voreilig gehandelt – oder bewusst an der kurzfristigen Preisstimmung gedreht. Denn die beiden wichtigsten Vertreter im Deal – Russland und Saudi-Arabien – sehen nach eigenen Aussagen momentan keinen Handlungsbedarf und weitere Kürzungen seien vorerst kein Thema.

Die Unruhen in Ecuador, die zuletzt durch ein Ende der Treibstoffsubventionen ausgebrochen waren und für Force Majeure auf Öllieferungen sorgten, könnten sich bald erledigt haben. Staatschef Moreno hat das Dekret zurückgenommen und damit den Protestgrund beseitigt. Zwar liefert Ecuador vergleichsweise wenig Öl, doch jede Force Majeure-Meldung treibt die Ölpreise immer vor sich her. Dieser Faktor wird nun wieder herausgerechnet.

Letztendlich wurde gestern auch eingerechnet, dass die Frachtkosten für Öl ständig steigen. Grund hierfür sind indirekt die Iran-Sanktionen der USA. Einer der größten Anbieter von Öltankern soll für Iran und Venezuela tätig geworden sein und damit den US-Boykott verletzt haben. Dieser Anbieter wurde von den USA nun seinerseits mit Sanktionen belegt und die Schiffe können nicht mehr gebucht werden.

Teurere Frachtkosten senken das Interesse an sofort verfügbarem Öl auf dem sogenannten Spotmarkt deutlich, was direkte Auswirkungen auf den tagesaktuellen Ölpreis, aber auch auf die mittelfristigen Investitionen in Futures hat. Somit schließt sich der Kreis, der gestern den Markt bestimmte: Handelshemmnisse und Sanktionen behindern den freien Markt, der dies wiederum in deutlich fallenden Ölpreisen ausdrückt.

Mit einem weiterhin stabilen Euro ergibt sich heute ein sehr freundliches Bild beim Heizölpreis, dass Sie angesichts der kommenden Heizsaison für sich nutzen sollten. Wenn Sie sich jetzt zum Heizölkauf entscheiden, machen Sie sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1030 US-Dollar, am Montag waren es 1,1028 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1031 US-Dollar festgesetzt.

Mit der ZEW-Konjunkturumfrage und zahlreichen Reden hochrangiger US-Währungshüter gibt es mehrere Faktoren, auf die der Markt wartet. Da es sich aus Anlegersicht momentan kaum lohnt, voreilig zu reagieren, können sich die wichtigsten Währungen – darunter auch der Euro – über weitestgehende Stabilität freuen.

Sollte allerdings das Konjunkturbarometer für Deutschland und die EU getrübt ausfallen, kann es mit dieser Ruhe sehr schnell vorbei sein. Auch die weiteren Zinsentscheidungen aus den USA könnten in den Reden angedeutet werden und dem Dollar Auftrieb geben.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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