Heizöl leicht günstiger – DOE sendet gemischte Signale

13. Juni 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis am Donnerstag leicht günstiger 13.06.19

Das DOE bestätigt höhere US-Rohölbestände, jedoch geringer, als vom API angenommen. Auch die Gesamtnachfrage wächst, was zu gemischten Signalen führt. Der Euro befindet sich auf einem stabilen Preisniveau. Die preissenkenden Faktoren setzen sich heute durch. Heizöl ist deshalb leicht günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: US-Rohölbestände steigen weiter
  • Brent bei 60,39 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 549,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1298 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 65,95 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,95 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 66,10 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

 US-Strafzölle gegen Mexiko 
 Waldbrände in Kanada: Ölproduktion nimmt ab  
 Pipeline-Ausfall in Nigeria 
 Ölproduktion in der Nordsee nimmt ab 
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela 
 OPEC+ Kürzungen werden möglicherweise verlängert 
 
 Kämpfe in Libyen 

DOE: US-Rohölbestände gestiegen
 Produktionssteigerung in Russland, Kasachstan und Irak 
 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien 
 Neue Zölle im Handelsstreit China

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 60,39 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 61,19 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 59,87 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 549,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 552,00 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 558,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 13.06.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Nachdem die Daten des American Petroleum Institute (API) von Dienstagnacht gestern Morgen zusammen mit dem optimistischen Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) für sinkende Ölpreise sorgten, fiel der Kurs im Laufe des Vormittags unter das Tagestief von Dienstag. Dieser Trend wurde von Verkaufssignalen unterstützt, die dazu führten, dass Händler Öl verkauften, um noch einen guten Preis zu erzielen bevor die Kurse weiter fallen. So sank der Ölpreis bis zum Nachmittag. Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen des Department of Energy (DOE) stabilisierte er sich schließlich.

Der DOE-Bericht sendete gemischte Signale, sodass sein Einfluss zunächst nicht klar zu erkennen war. Der Kurs wendete sich nicht eindeutig in eine Richtung. Zwar legten die US-Rohölvorräte abermals zu, doch nicht in dem hohen Ausmaß, wie es das API vermuten ließ. Am Abend setzten sich schließlich die preissenkenden Einflüsse durch und der Ölkurs gab dem Druck nach, der auf ihm lastet, da die US-Ölbestandsdaten in einer Zeit aufbauen, in der eigentlich deren Abbau erwartet wird.

Die preissenkenden Impulse verlieren ihre Wirkung bereits. Heute Morgen liegt der Ölpreis wieder über dem Schlusspreis von gestern. Gasoil zieht jedoch noch nicht mit, was zu einem leicht günstigeren Heizölpreis führt.

Heizölkäufer sind deshalb gut beraten, zeitnah zu reagieren, um mit einem vollen Tank zum günstigen Preis gut auf den Winter vorbereitet zu sein. Der Gasoil-Preis sorgt für günstige Heizölpreise, auch der Eurokurs zeigt sich angesichts der schwierigen Weltwirtschaft stark. Nutzen Sie diese Konstellation, bevor wieder preissteigernde Einflüsse die Oberhand gewinnen.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1298 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1338 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1293 US-Dollar festgesetzt. 

Der Eurokurs verliert seinen Schwung und musste die Marke bei 1,13 US-Dollar bereits gestern Abend wieder aufgeben. Dennoch bleibt der Preis für den Euro in US-Dollar weiterhin hoch, denn die Devisenmärkte erwarten eine Leitzinssenkung durch die US-amerikanische Notenbank Fed. Demgegenüber stehen allerdings zahlreiche Handelskonflikte, eine schwächelnde Weltwirtschaft und die geringe Inflationsrate des US-Dollars. Gegenläufige Impulse beeinflussen den Eurokurs. Es bleibt abzuwarten, welche Richtung sich durchsetzen wird.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • DOE: Abermals gestiegene US-Rohölbestände

DOE bestätigt erneut gestiegene US-Rohölbestände

Der Wochenbericht des Department of Energy bestätigte zwar die vom API gemeldeten steigenden Tendenzen der US-Rohölbestände, doch der tatsächliche Anstieg war laut DOE nicht so hoch anzusetzen. Zwar baut die USA ihre Vorräte bereits seit Wochen auf, doch der Ölmarkt erwartet jede Woche aufs Neue sinkende Vorräte, wie es für diese Jahreszeit typisch wäre. Immerhin entspricht in dieser Woche die Raffinerieauslastung der aktuellen Jahreszeit. Sie steigt an und sorgt damit für das geringere Wachstum der Rohölbestände. Allerdings laufen die Raffinerien nicht auf Hochtouren, was zu den dennoch steigenden Vorräten führt.

Der DOE-Bericht sendete gemischte Signale, denn neben den Aufbauten von Rohöl wurden Destillatvorräte abgebaut, während die Nachfrage nach ihnen anstieg. Auch die Gesamtnachfrage legte zu, was preissteigernd und somit den Bestandsaufbauten entgegen wirkt. Die uneindeutigen Impulse führten dazu, dass der Ölpreis sich inzwischen etwa wieder auf dem Niveau vor der DOE-Veröffentlichung befindet.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-24-130619 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Ricarda Altrichter - Autorin

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