US-Rohölbestände sinken stark – Heizöl leicht günstiger

27. Juni 2019, Ricarda Altrichter

US-Rohölbestände sinken stark – Heizöl leicht günstiger -27.06.2019

Das Department of Energy meldet stark gesunkene US-Rohölbestände und damit einen Rückgang der Vorräte in der zweiten Woche in Folge. Heizöl ist heute leicht günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: US-Rohölbestände sinken stark
  • Brent bei 66,18 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 599,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1351 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 69,09 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 69,09 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 69,12 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

DOE-Daten
USA verhängen Sanktionen gegen iranische Führungsriege
US-Strafzölle gegen Mexiko
Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
OPEC+ Kürzungen werden möglicherweise verlängert

IEA will notfalls in Ölmarkt eingreifen
 Produktionssteigerung in Russland, Kasachstan und Irak
Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien
Neue Zölle im Handelsstreit mit China
 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 66,18 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 66,03 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 65,42 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 599,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 595,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 594,25 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 27.06.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Am Mittwochmorgen herrschte eine preissteigernde Stimmung am Ölmarkt vor, denn die Entscheidung Chinas, die USA zwar nicht mit Strafzöllen zu belegen, doch die Zölle aller anderen Länder zu senken und die hohen US-Ölbestandsabbauten laut American Petroleum Institute (API) bestimmten den Ölkurs. Der Ölpreis startete auf hohem Niveau in den Tag, das sich technisch gesehen kaum noch steigern ließ. Deshalb kam bis zum Nachmittag kaum Bewegung in den Ölpreis.

Vor der Veröffentlichung der Daten des Department of Energy (DOE) hielten sich die Marktteilnehmer noch deutlich zurück. Die Daten bestätigten die vom API gemeldeten Ölbestandsabbauten und zeigten sogar einen stärkeren Rückgang an als bisher angenommen. Am späten Nachmittag ging der Ölpreis deshalb nach oben. Doch am Abend ließ US-Präsident Trump seine Skepsis zu den Verhandlungen mit China verlauten, was den Ölpreis deckelte und den Kurs wieder sinken ließ.

Der Heizölpreis folgt der Tagesend-Entwicklung des Ölpreises und sinkt leicht. In dieser Woche bieten sich wahrscheinlich noch gute Gelegenheiten, den Heizöltank aufzufüllen. Heizölkäufer können in dieser Woche noch moderate Preise erwarten. Das Treffen zwischen China und den USA steht Ende der Woche an und kann die Karten für den Ölkurs neu mischen. Machen Sie sich also unabhängig von den politischen Entwicklungen und bereiten Sie sich zu moderaten Preisen auf den nächsten Winter vor.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1351 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1357 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1371 US-Dollar festgesetzt. 

Die Europäische Zentralbank weicht weiterhin nicht von ihrem Kurs ab, ihre Geldpolitik zu lockern. Das schwächt den Eurokurs, doch auch der US-Dollar steht unter Druck was den Euro-Kurs naturgemäß stützt. Der Devisenmarkt wartet zudem auf die heute erwarteten Konjunkturdaten aus der Eurozone. Unter anderem werden die Inflationsdaten aus Deutschland veröffentlicht. Auch die USA erwartet Konjunkturdaten. Unter anderem wird das Wachstum des ersten Quartals 2019 bekannt werden. Ob der Eurokurs auf seinem vergleichsweise hohen Niveau bleibt, zeigt sich also im Laufe des heutigen Tages.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • DOE: US-Rohölbestände sinken deutlich
  • Angespannte Stimmung vor USA-China-Treffen

DOE meldet sinkende Rohölbestände

Der Wochenbericht des DOE bestätigte nicht nur mit einer umfassenderen Datenlage den Bericht des API, sondern meldete sogar einen größeren Bestandsabbau als zunächst angenommen. Die für diese Jahreszeit untypischen Bestandsaufbauten, die bis zur vorletzten Woche den Markt Woche für Woche überraschten, bewirken nun offenbar eine umso stärkere Korrektur. Die US-Ölbestände nehmen so stark ab wie seit drei Jahren nicht mehr, was zu einem höheren Ölpreis führt.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-26-270619 // Alle Angaben ohne Gewähr

Gedämpfter Optimismus zum Treffen zwischen Trump und Xi

Am Samstag steht das Treffen zwischen dem chinesischen Generalsekretär Xi und dem US-Präsidenten Trump an. Bisher konnte man davon ausgehen, dass dieses Treffen zu einer Einigung im Handelskonflikt zwischen USA und China führt. Die Ölpreise stützten sich in den vergangenen Tagen auf diese Aussicht.

Allerdings senkte China nun für alle Handelspartner außer den USA die Zölle und Trump erwähnte einen Plan für den Fall, dass die Vorschläge Xis nicht auf Zustimmung treffen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, kann man also von intensiveren Zöllen auf beiden Seiten ausgehen. Das würde das Wirtschaftswachstum und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Diese Aussicht dämpft nun schon vor den Verhandlungen sowohl den Optimismus als auch den Rohölpreis.
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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