Heizöl News: Erster chinesischer Handelstag zeigt Auswirkungen des Coronavirus

3. Februar 2020, Ricarda Altrichter

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Nach dem verlängerten Neujahrsfest in China sollte die größte Volkswirtschaft der Erde heute eigentlich wieder das Marktgeschehen bestimmen. Doch die Auswirkungen des Coronavirus zeigen sich bereits zu Handelsbeginn deutlich. Heizöl ist heute erneut günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Chinesische Wirtschaft zeigt deutliche Virus-Schwächen zum Beginn des Handels
  • Analysten sehen gleiche Auswirkungen auf Handel wie in der Finanzkrise
  • Vorzeitiges OPEC-Treffen wird wahrscheinlicher
  • Baker Hughes Report: 4 aktive US-Ölplattformen weniger
  • Brent bei 56,32 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 496,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1082 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 59,69 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 59,69 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 60,45 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Epidemiereaktion: OPEC diskutiert weitere Kürzungen

Produktions- und Exportausfälle in Irak und Libyen

Coronavirus senkt Ölnachfrage

US-Ölförderung auf Rekordniveau

US-Strafzölle gegen China bleiben vorerst bestehen

IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 56,32 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 58,93 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 56,65 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 496,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 509,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 501,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 03.02.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die Gasoil-Notierung knackt heute Morgen die 500 Dollar-Marke – natürlich nach unten – und liefert damit ein wichtiges psychologisches Signal, dass die Auswirkungen der Corona-Epidemie fast deutlicher macht als jede andere Zahl.

Die Chinesen sollten nach ihrem ohnehin verlängerten Neujahrsfest heute eigentlich wieder voll in den Handel einsteigen, doch die epidemische Lage wird so nur noch deutlicher. Die wichtigsten chinesischen Aktienindizes begannen den Tag mit Kursverlusten über acht Prozent, viele ausländische Unternehmen in China haben ihre Tätigkeit vorerst nicht wieder aufgenommen, in 14 Regionen wird die Geschäftspause allgemein aufrecht erhalten.

Die Frage ist nun, ob und wann der Finanzschock durch das Coronavirus seinen tiefsten Stand erreicht. Dies dürfte erst dann passieren, wenn es irgendeine probate Form der Eindämmung und Behandlung gibt, was bisher nicht der Fall ist. Zwar soll es auf den Philippinen Behandlungserfolge mit einer Mischung aus Grippe- und HIV-Medikamenten gegeben haben, doch die WHO hat bisher keine allgemeingültige Behandlungsempfehlung ausgegeben.

So breitet sich das Virus vorerst ungehindert auch auf den Märkten aus und viele Analysten vergleichen die Entwicklung bereits mit der Finanzkrise von 2008. Deshalb wird es umso wahrscheinlicher, dass sich die OPEC im Februar zu einem vorgezogenen Meeting treffen wird, um weitere Kürzungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Ölpreise zu beschließen. Russland soll nach eigenen Aussagen nun doch nichts gegen ein solches Treffen haben. Zwar kann sich Russland als einer der wenigen OPEC+Mitglieder relativ niedrige Ölpreise leisten, doch angesichts der anhaltenden Abwärtstendenz wird die Luft hier natürlich auch immer dünner.

Zusammen mit einem weiterhin stabilen Eurokurs ergeben sich heute Morgen wieder deutliche Abwärtspotenziale bei Heizöl, die Ihren Tank zu einem lange nicht mehr dagewesenen Preisniveau günstig auffüllen. Der schnelle Kauf ist in jedem Fall angeraten, da Gegenreaktionen in Form von Kürzungen und anderen Maßnahmen immer wahrscheinlicher werden. Denn ein Bärenmarkt, wie wir ihn aktuell sehen, ist eine Tatsache, die der Handel schnell umdrehen will.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1082 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1023 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1052 US-Dollar festgesetzt.

Heute Morgen richten sich alle Augen auf den chinesischen Yuan, der erwartungsgemäß zum Handelsauftakt nach dem Neujahrsfest innerhalb kürzester Zeit gegenüber dem Dollar um mehr als einen Prozent an Wert verlor. Der Euro ist in dieser Situation eine sicherere Wahl und profitiert damit heute Morgen sichtbar.

 

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 03.02.20

  • PMI Produktion, China
  • Rede EZB-Mitglied, Eurozone
  • Einkaufsmanagerindex, Deutschland + Eurozone
  • Markit PMI, USA
  • Rede Bundesbankpräsident, Deutschland

Dienstag, 04.02.20

  • API wöchentlicher Rohöllagerbestand, USA

Mittwoch, 05.02.2020

  • Markit PMI, Deutschland + Eurozone
  • Einzelhandelsumsätze, Eurozone
  • Handelsbilanz, USA
  • Markit PMI, USA
  • EIA Rohöl-Lagerbestand, USA

Donnerstag, 06.02.2020

  • Werksaufträge, Deutschland
  • Wirtschaftsbulletin, Eurozone
  • Arbeitsmarktdaten, USA

Freitag, 07.02.2020

  • Rede Fed-Mitglied, USA
  • Handelsbilanz, Deutschland + China
  • Im- und Export, China
  • Lohndaten, USA
  • Baker Hughes Plattform-Zählung, USA

*Termine ohne Gewähr

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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