Heizöl News: DOE meldet gesunkene US-Ölbestände

19. Dezember 2019, Ricarda Altrichter

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Das Department of Energy bestätigte die Erwartungen der Marktteilnehmer und nicht den Bericht des API. Die US-Rohölbestände sind bei steigender Nachfrage gesunken. Eine dünne Nachrichtenlage stellte dem Anstieg des Ölpreises nichts entgegen. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: US-Rohölvorräte gesunken
  • Brent bei 64,00 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 581,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1138 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 69,70 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 69,70 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 70,41 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020
USA und China nähern sich im Handelsstreit an
Hohe Raffinerieauslastung in China
 US-Ölförderung zum Jahresende verringert

IEA sieht Überversorgung für 2020
OPEC-Kürzungen möglicherweise geringer als erwartet
US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 66,24 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 65,77 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 66,14 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 610,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 611,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 613,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 19.12.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Am Mittwochmorgen bekam der nach oben strebende Ölpreis noch den Dämpfer des Wochenberichts des American Petroleum Institutes zu spüren. Dieser meldete starke Anstiege der US-Rohölvorräte. Ein übermäßiger Preissturz blieb jedoch aus, da die Marktteilnehmer noch den Bericht des Department of Energy abwarteten. Bei einer dünnen Nachrichtenlage kam so den ganzen Mittwoch über kaum Bewegung in den Ölkurs.

Schließlich gab das DOE am Nachmittag ein anderes Bild der US-Ölbestände heraus als das API. Das DOE meldete einen Rückgang statt den vom API gemeldeten Aufbau zu bestätigen. Da das DOE fundiertere Daten liefert, hob diese Meldung den Effekt des API-Berichts auf und gab dem Ölpreis einen Impuls nach oben. Der war stark genug, um den Ölkurs in den Bereich eines Mehrmonatshoch zu bringen, sodass dieses gefestigt werden konnte.

Im Laufe des Abends setzte sich kein weiteres Aufwärtspotenzial durch. Die Weihnachtszeit naht und das Handelsvolumen wird immer dünner, da sich die Händler in die Weihnachtsferien verabschieden. Das bedeutet, dass weniger Händler an den Märkten aktiv sind. Die Aktionen dieser wenigen Händler relativieren sich nun nicht mehr durch die Masse, sondern können wesentlichen Einfluss auf den Ölpreis haben. Das kann zur Folge haben, dass sich der Ölpreis während der Weihnachtszeit immer wieder sprunghaft verändert. Solche ruckartigen Kursbewegungen haben jedoch selten einen nachhaltigen Effekt auf den Kurs.

Stellen Sie sich deshalb darauf ein, dass der Heizölpreis plötzlich ansteigen kann und nutzen Sie günstige Preise aus, um sich mit einem vollen Heizöltank auf die Feiertage vorzubereiten. Zum Beispiel heute, denn der Indikator für den inländischen Heizölpreis Gasoil folgte der Kursbewegung nach oben noch nicht und ist günstiger geworden. Der Heizölpreis folgt dieser Entwicklung und ist heute günstiger. Nutzen Sie diesen Umstand, denn kurzfristige Preissteigerungen können die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest teuer werden lassen.

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1127 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1135 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1116 US-Dollar festgesetzt. 

Am Mittwoch gab der Euro leicht nach. Zwar überraschte der Ifo-Index über das Klima der deutschen Geschäfte mit einem Anstieg, doch diese Nachricht konnte keine nachhaltige Stütze für den Eurokurs liefern. Obwohl durch die Meldung des Frühindikators für die deutsche Wirtschaft Hoffnungen auf eine gute Konjunktur im kommenden Jahr bestehen, zeigt die Industrie weiterhin Schwäche.

Die restliche Nachrichtenlage gab keine nennenswerten Impulse für den Eurokurs. Das nahende Weihnachtsfest bringt auch Ruhe an den Devisenmarkt.

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • DOE meldet Rückgang der US-Ölvorräte

 

DOE: US-Ölbestände gesunken

Anders als das API meldete das DOE einen Rückgang der US-Rohölbestände und gab dem Ölpreis damit nach dem Rücksetzer von Dienstag wieder Aufwind. Auch die Gesamtnachfrage konnte wieder zulegen. Dieser Punkt im DOE-Bericht hatte den Marktteilnehmern noch in der vergangenen Woche Sorgen bereitet. Die Produktion nahm etwas ab, bleibt aber dennoch weiterhin auf sehr hohem Niveau. Nachdem die Zahlen des API die Marktteilnehmer so sehr überraschten, dass der Ölpreis trotz einer preissteigernden Grundstimmung nachgegeben hatte, holte der DOE-Bericht ihn zurück auf Aufwärtskurs.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-51-191219 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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