Heizöl News: Iran gibt militärische Antwort auf US-Angriffe

8. Januar 2020, Ricarda Altrichter

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Die iranische Revolutionsgarde hat mehrere US-Stützpunkte in Iran beschossen und damit eine klare Antwort auf die Tötung des Generals Suleimani gegeben. Der Markt reagierte innerhalb von Minuten deutlich. Heizöl ist heute wieder sichtbar teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Iran greift US-Militärbasen in Irak an
  • API-Bericht meldet weniger US-Rohöl in den Lagern
  • Brent bei 69,17 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 625,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,1152 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 71,22 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 71,22 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 70,60 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Eskalation im Nahen Osten

OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020

Einigung im Handelsstreit USA-China über Phase 1

OPEC-Produktion sinkt im Dezember

 

Restart zweier Ölfelder von Saudi-Arabien und Kuwait

US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 69,17 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 68,34 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 68,30 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 625,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 616,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 616,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 08.01.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Nur wenige Stunden, nachdem der Markt die Bedrohungslage zwischen Iran und den USA moderater eingeschätzt hatte, hat Teheran zwei US-Militärbasen in Irak beschossen, von denen die vorherigen Angriffe auf die Militärstutzpunkte erfolgt sein sollen, bei denen der iranische General Suleimani getötet wurde.

Folgerichtig schnellten die Ölpreise innerhalb kürzester Zeit wieder nach oben, auch wenn immer noch keine Öl-Infrastruktur betroffen ist. Denn es ist zu erwarten, dass die USA ihrerseits antworten werden, was die Eskalationsspirale beschleunigen würde. In der Nacht tagte der US-Krisenstab, bisher gab es keine offizielle Stellungnahme, die allerdings im Laufe des Morgens noch folgen soll. Iran bemühte sich unterdessen zu versichern, dass man keinen Krieg wolle, sich aber verteidigen müsse.

In Worten zeigen sich beide Seiten bisher um eine De-Eskalation bemüht, doch die Taten sprechen bislang natürlich eine andere Sprache. Der Markt wartet nun darauf, in welche Stoßrichtung die US-Antwort geht und wie sich die Lage entwickeln wird. Es ist davon auszugehen, dass bereits heute Statements folgen werden, die den Ölpreisen eine weiterhin sichtbare Richtung geben könnten.

In dieser Situation hätten die US-Ölbestandsdaten laut API es sowieso schwer gehabt, einen sichtbaren Einfluss zu entwickeln. Da sie unterm Strich ebenso unentschieden ausfielen wie der Bericht des DOE vom Freitag, blieben die Reaktionen folgerichtig aus.

Es ist klar, dass der Heizölpreis aktuell wieder höher liegt. Da sich die Bedrohungslage im Nahen Osten wieder deutlich zugespitzt hat, sollten sich Heizölkäufer zwingend schnell von allen Entwicklungen unabhängig machen und den Tank möglichst schnell auffüllen. Denn es ist keineswegs sicher, ob und wie die Preise in den nächsten Stunden und Tagen wieder fallen könnten.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1152 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1189 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde bei 1,1172 US-Dollar festgesetzt.

Die relative Ruhe im Eurokurs ist angesichts der iranischen Raketenangriffe schon etwas überraschend, da normalerweise eine Flucht in sichere Währungen wie den US-Dollar folgen würde. Analysten gehen davon aus, dass die Beruhigungstaktiken beider Seiten einen ebenso großen Einfluss auf diese Entwicklung haben wie die Tatsache, dass die US-Soldaten vor diesem Angriff gewarnt worden seien.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

 

  • API: Gleiches Bild wie beim vorherigen DOE-Bericht

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-02-080120 // Alle Angaben ohne Gewähr

Mit Bestandsabbauten bei Rohöl, die deutlich über den Erwartungen lagen, und einem gleichzeitigen Bestandsaufbau bei Destillaten und Benzin folgt der Bericht des American Petroleum Institutes (API) in dieser Woche exakt den Vorgaben des DOE-Berichts vom vergangenen Freitag.

Es ist davon auszugehen, dass die gleichen Ursachen für diese Entwicklung verantwortlich sind: Die Raffinerien haben um den Jahreswechsel mehr Öl verarbeitet, um die Bilanz glattzustellen, finden aber in der momentanen Saison kaum Abnehmer für ihre Produkte. Außerdem ist eine hohe US-Exportquote an Rohöl immer noch wahrscheinlich.

Da sich diese Zahlen wie eine Einerseits-andererseits-Statistik lesen und der Markt momentan andere Sorgen hat, konnte der API-Bericht kaum eine Wirkung entfalten. Ob die Annahmen zu den Gründen für die Zahlen stimmen, wird sich mit den DOE-Werten für diese Woche zeigen, die klare Aussagen zur Nachfrageentwicklung, Förderung und den Exportquoten in den USA enthalten.

 

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