Heizöl News: Jahreswechsel verlief ruhig

2. Januar 2020, Ricarda Altrichter

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Über den Jahreswechsel wirkte der Angriff der USA auf Irak und Syrien leicht preissteigernd nach. Jedoch wirkten dem Gewinnmitnahmen bei geringem Handelsinteresse entgegen. Das API meldete starke US-Ölbestandsabbauten, bleibt aber vorerst ohne Einfluss auf den Ölpreis. Der Heizölpreis bleibt stabil.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Lage im Irak entspannt sich
  • API: Überraschend starker Rückgang der US-Rohölvorräte
  • Brent bei 66,38 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 617,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1210 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 70,87 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,87 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 70,76 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Eskalation in Irak
OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020
Einigung im Handelsstreit USA-China über Phase 1
Gesenkte Ölproduktion in Russland

IEA sieht Überversorgung für 2020
Restart zweier Ölfelder von Saudi-Arabien und Kuwait
US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 66,38 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug noch 68,32 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Montag bei 66,67 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 617,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 625,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 623,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 02.01.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Willkommen zurück im neuen Jahr! Wir wünschen unseren Kunden viel Erfolg im Jahr 2020 und werden Sie natürlich weiterhin allmorgendlich über die aktuellen Entwicklungen des Heizölpreises informieren.

Noch vor dem Jahreswechsel unternahm die USA mehrere Angriffe auf Syrien und Irak und ein irakisches Ölfeld wurde von Demonstranten blockiert und damit außer Betrieb genommen. Die Stimmung am Ölmarkt war über den Jahreswechsel darum eher preissteigernd, konnte sich jedoch nur wenig am Ölkurs zeigen.

Am Montag verzeichneten lediglich die Futures, also Verträge für Öllieferungen in der Zukunft, einen leichten Anstieg. Die Lage in Irak entspannte sich im Laufe des Tages. Das Ölfeld konnte wieder in Betrieb genommen werden, womit sich der dringlichste preissteigernde Einfluss auflöste. Zunächst deutete sich danach eine feste Tendenz an, doch auch diese setzte sich nicht durch.

Bei geringem Handelsinteresse über den Jahreswechsel nahmen einige Händler Gewinne mit und übten damit einen preissenkenden Einfluss aus. Der Ölpreis ging leicht zurück, doch das geringe Handelsaufkommen hielt den Rückgang moderat.  Auch der Silvester-Tag war von Gewinnmitnahmen geprägt, die nur für leichte Kursveränderungen sorgten.

Darüber hinaus blieben einige Ereignisse ohne Reaktion des Ölmarktes. So beispielsweise die Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten durch das American Petroleum Institute oder die Bekanntgabe des Termins zur Unterzeichnung des Phase-1-Deals zwischen China und USA am 15. Januar. Dies sind Ereignisse, die zwar über die Feiertage wenig Einfluss hatten, doch mit Sicherheit im Hinterkopf der Marktteilnehmer bleiben, um ihre Wirkung zu entfalten, sobald der Ölmarkt wieder angelaufen ist.

Der Heizölpreis zeigt sich weiterhin stabil. Die kälteren Monate Januar und Februar stehen nun bevor und ein voller Heizöltank schützt vor der Kälte. Nutzen Sie den moderaten Preis, um Ihren Heizöltank aufzufüllen, bevor der Ölmarkt wieder in Fahrt kommt. So bleiben Sie unabhängig von weiteren Entwicklungen am Ölmarkt.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1210 US-Dollar, am Montagmorgen waren es 1,1196 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Montag bei 1,1198 US-Dollar festgesetzt. 

Der Eurokurs zeigt kaum Bewegung, da auch die Marktteilnehmer des Devisenmarktes in den vergangenen Tagen wenig Handelsinteresse zeigten. Der Euro zeigt eine leichte Tendenz nach oben, wartet jedoch auf neue Daten, die ihm wiederum neue Impulse geben könnten. So zum Beispiel die Einkaufsmanagementindizes aus den USA und Großbritannien, die heute veröffentlicht werden. Auch die Daten vom US-Arbeitsmarkt stehen an.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • API meldet starken Rückgang der US-Ölvorräte

 

API: Rückgang der US-Rohölvorräte überraschend stark

Zwar erwarteten die Marktteilnehmer einen Rückgang der US-Rohölvorräte über den Jahreswechsel, doch das API meldete deutlich stärker gesunkene Vorräte als angenommen. Auch der Wert für Benzin überraschte: Statt zuzulegen, nahmen auch hier die Vorräte ab. Das ergibt einen preissteigernden Einfluss für den Ölmarkt, der sich allerdings nicht durchsetzen konnte.

Aufgrund des Jahreswechsels werden die Zahlen des Department of Energy erst morgen Nachmittag veröffentlicht. Sie bestätigen oder widerlegen die Zahlen des API mit fundierteren Daten. Deshalb warten die Marktteilnehmer auf den DOE-Bericht, bevor die US-Ölbestandsdaten ihren vollen Effekt entfalten können.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-01-020120 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Informationen zum Heizölkauf 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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