Heizöl News: Negative Stimmung am Ölmarkt

10. Juli 2020, Felix Schmidt

Negative Stimmung am Markt setzt sich durch - Heizölkäufer freuen sich

Kaum ein Marktteilnehmer glaubt derzeit daran, dass die Ölpreise weiter steigen. Die Pandemie mit hohen Neuansteckungen in den USA und die Möglichkeit, dass die OPEC im August die Kürzungen zurückfahren wird, beeinflussen das Handelsgeschehen. Der Heizölpreis ist heute gesunken.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Analysten sehen kaum Chancen auf nachhaltiges Aufwärtspotenzial
  • US-Raffinerien als Infektionsherde
  • Tropensturm Fay gewinnt Intensität und nimmt Kurs auf US-Ostküste
  • Brent bei 41,69 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 360,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1264 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 45,25 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 45,25 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 47,23 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

Saudi Aramco hebt Preise für August-Lieferungen an
Positive Konjunkturdaten in den USA und der EU
OPEC: stark rückläufige Ölexporte im Juni, Kürzungen bei 107%, Verlängerung bis Ende Juli

Rekordzahlen bei Neuinfektionen – WHO warnt vor zweiter Infektionswelle, USA mit partiellen Lockdowns
Ölproduktion in den USA steigt, Benzinnachfrage deutlich unter Vorjahresniveau
Saudi-Arabien warnt vor erneutem Preiswettbewerb, China prognostiziert geringere Rohölimporte im dritten Quartal

Nach einigen Wochen des verhaltenen Optimismus dreht die Stimmung am Ölmarkt derzeit deutlich. Gestern entwickelten sich die Rohölpreise in eine Abwärtskorrektur, da es kaum durchsetzungsstarke Impulse für einen anderen Weg gab. Die Corona-Pandemie in den USA nimmt immer größere Ausmaße an, fast täglich werden Rekordwerte für Neuinfektionen gemeldet. Inzwischen sind offenbar viele US-Raffinerien zu größeren Infektionsherden geworden.

Eine Raffinerie in Texas verzeichnet 100 Fälle, andere Einrichtungen sind ebenfalls betroffen. Die Betreiber halten sich mit konkreten Zahlen zurück, doch scheint klar, dass die Pandemie nicht nur auf allgemeiner wirtschaftlicher Ebene in den USA erneut zu einer Zeitbombe wird. Einerseits kann nicht davon ausgegangen werden, dass die US-Ölindustrie ihren Ausstoß empfindlich verringern wird, sollten Einrichtungen geschlossen werden müssen. Doch selbst wenn dies passieren sollte, ist die sinkende Nachfrage bei erneuten flächendeckenden Shutdowns das größere Problem für die Preisentwicklung. Diese Möglichkeit wird angesichts der aktuellen Entwicklung immer wahrscheinlicher, die Vorboten solcher (offenbar zwingend notwendigen) Maßnahmen schleichen sich bereits in die Investitionsentscheidungen am Markt.

Der neue Tropensturm namens Fay, der sich im Atlantik zusammenbraut, nimmt unterdessen Fahrt auf und zieht nach Norden. Sollte er sich im derzeitigen Maße weiterentwickeln, könnte er Raffinerien an der US-Ostküste beschädigen. Diese Möglichkeit wirkt sich zwar grundsätzlich preisstabilisierend aus. Doch noch ist der Weg des Sturms zu unkonkret, der Markt weiß aus der Vergangenheit, dass „Hurricane-Preise“ höchst spekulativ und oft zu voreilig kalkuliert worden sind. Auf solche Risiken will sich derzeit kaum jemand einlassen. Überhaupt nimmt die Risikofreude am Markt empfindlich ab, was ein klares Zeichen dafür ist, dass die Pandemie-Sorgen wieder die Oberhand gewinnen.

Für Heizölkäufer ist diese Situation natürlich ideal, da sie heute Morgen erneut von einem attraktiveren Preisniveau profitieren und ihren Tank somit günstiger auffüllen können.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 41,69 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug 43,28 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 42,35 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 360,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 367,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 364,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 10.07.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

DOE

Auch wenn die Benzinnachfrage inzwischen wieder auf dem Niveau von März und damit der Zeit vor den Pandemie-Maßnahmen liegt, darf man diesen verhaltenen Trend in den Bestandsveränderungen laut DOE-Bericht nicht überbewerten. Denn die Gesamtbestände an Rohöl steigen unverändert deutlich an – ein Zeichen dafür, dass es in der US-Wirtschaft immer noch eine klare, von der Pandemie beeinflusste, Schieflage gibt.

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Felix Schmidt – Autor

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