Heizöl News: OPEC-Monatsreport prognostiziert niedrigere Ölnachfrage in 2021 – Heizölpreis unverändert

15. Dezember 2020, Felix Schmidt

OPEC sieht geringeren Ölbedarf in 2021 - 15.12.2020

Kurzfristig sorgen neue Lockdowns wiederholt für Preisnachlässe. Langfristig stützt die Aussicht auf eine Immunisierung der Bevölkerung die Ölpreise allerdings. Dennoch prognostiziert die OPEC eine geringere Ölnachfrage im Jahr 2021. Heizöl ist heute etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • OPEC-Monatsreport prognostiziert niedrigeren Ölbedarf im kommenden Jahr
  • Strenge Lockdowns in europäischen Ländern sorgen für Preisnachlässe
  • Brent bei 50,06 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 416,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,2148 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 57,95 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 57,95 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 57,99 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Impfstoff-Notzulassung in Großbritannien, Kanada und in den USA
 Ölnachfrage entwickelt sich im Dezember positiv
 EZB stockt Corona-Hilfen auf
 Neue Lockdowns in mehreren Ländern, darunter Deutschland
 OPEC+: Libyens Ölexporte gestiegen, Iran plant Produktionssteigerung
 OPEC+ erhöht Ölproduktion ab Januar

OPEC+ Monatsreport prognostiziert geringere Ölnachfrage im nächsten Jahr

Gestern veröffentlichte die OPEC ihren neuen Monatsreport, welcher die aktuelle Ölnachfrage doch niedriger einstufte, als erwartet. Die Anpassung der Ölproduktion einiger Nicht-OPEC-Länder kann dieser Entwicklung nicht vollständig etwas entgegensetzen, sodass die OPEC im Jahr 2021 einen geringeren Ölbedarf prognostiziert. Grund hierfür ist in erster Linie die anhaltende Corona-Pandemie und die Unsicherheit darüber, wie sich die Verbraucher verhalten. Diese Lage drückt heute den Heizölpreis – und liefert den Kritikern der OPEC-Produktionsausweitung neue Argumente. Eine weitere Rücknahme der Quotenregelung im Februar könnte damit erst einmal ausgesetzt sein. Allerdings schätzt der Report die Ölnachfrage im ersten Quartal im Vergleich zum restlichen Jahr noch etwas höher ein, weshalb sich in dieser Zeit durchaus etwas Steigerungspotenzial ergäbe. Ob die OPEC+ Gruppe dieses Potenzial auch ausnutzt, bleibt aber fraglich. Fest steht, dass erst einmal die Ölbestände abgebaut werden müssten, die sich in Folge der Corona-Krise gefüllt haben. Nur so kann wieder zu einem ausgeglichenen Markt zurückgekehrt werden. Beim Treffen des technischen Komitees der OPEC+ im Januar wird über eine Verlängerung der Quotenregelungen verhandelt werden. Seit November und den ersten Erfolgsmeldungen der Impfstoffentwickler sind die Ölpreise um rund 33 Prozent gestiegen. Der langfristigen Hoffnung stehen allerdings auch kurzfristige Unsicherheiten gegenüber – etwa die neuen Lockdowns in einigen europäischen Ländern und drohenden neuen Einschränkungen in den USA. Trotz der Tatsache, dass die vollständige Immunisierung der Bevölkerung wahrscheinlich das gesamte nächste Jahr andauern wird, sind sich die Analysten einig, dass sie der wesentliche stützende Faktor der Ölpreise bleiben werden und sie somit gewissermaßen gegen einen drastischen Preisrutsch absichern.

Neue Lockdowns, neuer Virusstamm

In Großbritannien, das eigentlich eine Lockerung der Maßnahmen erwog, warnte der Gesundheitsminister vor einem neuen Virusstamm, der sich offenbar schneller verbreitet als bisher bekannt. In London hat man deshalb strengere Lockdown-Maßnahmen beschlossen. Auch in Italien diskutiert man über einen harten Lockdown über Weihnachten, so, wie er bereits in Deutschland beschlossen wurde. Die Niederlande folgen diesem Kurs. Ministerpräsident Rutte kündigte an, dass das Land für fünf Wochen in einen kompletten Lockdown geht und die Maßnahmen dazu noch strenger seien als im Frühjahr. New Yorks Bürgermeister deutete an, dass in der Stadt ebenfalls ein neuer Lockdown beschlossen werden könnte, nachdem die Infektionszahlen deutlich gestiegen sind und die Krankenhäuser schnell überfordert sein könnten.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 50,06 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 50,55 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 416,00 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag lag bei 417,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 15.12.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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