Heizöl News: Reservekapazitäten der OPEC im Blick

21. Januar 2020, Ricarda Altrichter

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Der Einfluss der gestoppten Ölproduktionen in Irak und Libyen nahm gestern bereits wieder sichtbar ab, da der Markt erkannt hat, dass die OPEC durch ihre Produktionskürzungen Reserven hat, um solche Ereignisse problemlos auszugleichen. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • OPEC-Reservekapazitäten beruhigen den Markt
  • Brent bei 64,57 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 573,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1096 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 65,70 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,70 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 66,01 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Produktionsausfälle in Irak und Libyen

USA verzichten auf Militärschlag gegen Iran

OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020

Unterzeichnung des Teilabkommens zwischen USA und China

 

US-Ölbestandsdaten des DOE

US-Ölförderung auf Rekordniveau

US-Strafzölle gegen China bleiben vorerst bestehen

Schwaches chinesisches Wirtschaftswachstum

IEA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,57 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 65,63 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 65,12 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 573,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 577,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 576,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 21.01.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Auch wenn der Markt noch immer unter dem Eindruck der Meldungen aus Irak und Libyen steht, wo Streiks beziehungsweise eine politische Festsetzung der Ölindustrie für ein Sinken der Produktion gesorgt haben, so schwindet dieser Einfluss heute Morgen zusehends.

Denn es wird immer deutlicher, dass die OPEC durch ihre Produktionskürzungen in der Lage ist, im Notfall die Produktionsausfälle kurzfristig zu kompensieren. Das gilt vor allem für Saudi-Arabien, das eine Kürzungsquote festgelegt hat, die sogar noch über den vereinbarten Werten liegt.

Allerdings muss auch abgewartet werden, wie die Händler in den USA heute reagieren werden, die sich gestern aufgrund des Martin Luther King Days nicht am Marktgeschehen beteiligt haben. Damit könnten die derzeit fallenden Ölpreise ein Plateau erreichen, das aus dem Widerstreit zwischen Produktionsausfällen und der saisonüblich schwachen Nachfrage besteht.

Insbesondere in Bezug auf Libyen wird gerade intensiv daran gearbeitet, einen Waffenstillstand auszuhandeln, der von Dauer ist und damit die Situation zwischen der international größtenteils anerkannten Regierung und den Truppen von General Haftar, die für die Festsetzung der Ölindustrie verantwortlich sind, zu entspannen.

Libyens Ölindustrie liegt in den Händen der staatlichen Ölgesellschaft, die Truppen Haftars wollen für eine fairere Verteilung der Einnahmen eintreten, doch die Vereinten Nationen stehen hinter Tripolis.

Somit geht der Blick aus Libyen auch in Richtung Europa, auch wenn sich in mehr als einer Hinsicht gerade die Undurchsichtigkeit der Situation im Land und die Hilflosigkeit der europäischen Staaten verdeutlicht.

Letztendlich zeigt der Markt aktuell, dass die kommende Zeit von kurzfristigen Schwankungen bestimmt sein könnte. Unvorhergesehene Ereignisse wie eben in Irak und Libyen sorgen für kurzfristige Ausschläge nach oben, die jedoch aufgrund der Allgemeinsituation keinen nachhaltigen Effekt entwickeln können.

Mit dem weiterhin verhaltenen Eurokurs wird Heizöl heute erst einmal wieder günstiger. Deshalb gibt es Gelegenheit für eine Tankfüllung zum moderaten Preisniveau. Im Spiegel der Markstimmung ist es umso wichtiger, sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.

Denn es steht auch immer noch im Raum, dass das erste Handelsabkommen zwischen China und den USA trotz eher marginaler Verbesserungen bereits Einfluss auf die Weltwirtschaft entwickelt und so die Nachfrage ankurbelt. Das hätte dann einen nachhaltigeren Effekt als jeder kurzfristige Ausfall.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1096 US-Dollar, am Montag waren es 1,1099 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1085 US-Dollar festgesetzt.

Noch immer bleibt es an den Devisenmärkten relativ ruhig, wobei allerdings davon auszugehen ist, dass die Kurse wieder Fahrt aufnehmen, sobald die USA aus ihrem Feiertag zurückkommen. Zusätzlich ist die ZEW-Umfrage zur Konjunktur in Deutschland und der Eurozone heute interessant, die am Vormittag veröffentlicht wird. Dieser Wert könnte bereits unterschwellig deutlich machen, wie die Wirtschaft die Wirkung des Phase 1-Abkommens beurteilt.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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