Heizöl News: Russland blockiert OPEC-Sondertreffen

7. Februar 2020, Ricarda Altrichter

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Russland spricht sich gegen eine Sondersitzung der OPEC zur Beratung über Reaktionen auf die Coronavirus-Epidemie aus. Hier bleibt nun entweder abzuwarten oder Saudi-Arabien ergreift allein Maßnahmen. Währenddessen kündigte China erste Strafzollsenkungen an.
Heizöl ist heute stabil.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Brent bei 55,07 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 509,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0972 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 60,97 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 60,97 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 60,83 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Epidemiereaktion: OPEC einigt sich nicht auf weitere Kürzungen

Saudi-Arabien für Sonderkürzungen als Reaktion auf Corona

Behandlung gegen Coronavirus gefunden

 

Infektionsrate des Coronavirus sinkt

US-Ölförderung auf Rekordniveau

IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 55,07 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 56,23 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 54,93 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 509,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 511,00 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 507,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 07.02.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Am Donnerstagmorgen tagte noch immer das technische Komitee (JTC) der OPEC+, um Handlungsempfehlungen in Reaktion auf die Auswirkungen des Coronavirus zu erarbeiten. Das Coronavirus sorgte unter anderem für einen Einbruch der Ölnachfrage. Die Marktteilnehmer erwarteten deshalb gestern die Reaktion der OPEC+. Die blieb jedoch aus, da Russland als eines der wichtigsten Mitglieder das Abwarten vorzieht, um das Ausmaß der Auswirkungen der Epidemie besser abschätzen zu können und sich gegen ein Sondermeeting ausspricht. Kürzungen der OPEC-Produktion sind damit jedoch nicht vom Tisch, denn Saudi-Arabien kündigte an, die nötigen Kürzungen notfalls vollständig in der eigenen Produktion umzusetzen.

Das Coronavirus bleibt also weiterhin ein bestimmender Faktor am Ölmarkt. Zwar wurde ein Impfstoff gefunden, doch das Auskurieren einer Nation und die Reparatur wirtschaftlicher Schäden wird noch einige Monate dauern. Doch neben der preissteigernden Einfluss Epidemie gab es noch andere impulsgebende Ereignisse am gestrigen Donnerstag.

So kündigte China die erste Zollsenkung, die im Phase-1-Deal mit den USA festgesetzt war und preissenkend auf den Ölkurs wirkt, für nächste Woche an und die technische Konstellation des Ölkurses begünstigte Preissteigerungen.

Noch am Donnerstagmorgen testete der Ölpreis wichtige Widerstände, konnte sie aber nicht durchbrechen. Im Laufe des Tages kehrte sich die Tendenz um. Der Ölpreis gab nach, wie auch die erste Unterstützung. Während der Nacht gewann der Ölpreis wieder an Boden, doch heute Morgen zeigt sich erneut eine Abwärtstendenz.

Die Einflüsse auf den Ölpreis könnten sich kaum unterschiedlicher auswirken, weshalb es zum Ende der Woche schwer ist, den weiteren Verlauf des Ölkurses abzuschätzen. Auf den Heizölpreis hatten die Preisschwankungen nur wenig Einfluss. Er bleibt bislang stabil, was jedoch auch der gesunkene Eurokurs bewirkt. Die weitere Entwicklung ist unklar, doch nun ergibt sich noch eine weitere Chance, den Heizöltank zu einem günstigen Preis zu füllen. Nutzen Sie sie bevor die Preise wieder steigen.

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0972 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,0999 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,0981 US-Dollar festgesetzt. 

Der Euro schließt die Woche in der Nähe seines Vier-Monatstiefs ab. Die aktuelle Stärke des US-Dollars schwächt den Euro. Der Grund dafür ist nicht eindeutig. Zwar wird der US-Dollar von robusten Arbeitsmarktdaten gestützt, doch im sonst eher ruhigen Umfeld ist die sich daraus entwickelnde Stärke des US-Dollars eher ungewöhnlich. Hier scheint ein ungewöhnlicher Optimismus am Devisenmarkt vorzuherrschen. Die Marktteilnehmer erwarten gelassen den für heute anstehenden Monatsbericht der US-Regierung und blicken positiv gestimmt auf die ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Phase-1-Deals zwischen USA und China.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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