Heizöl News: Spannungen zwischen USA und Iran verschärft

3. Januar 2020, Ricarda Altrichter

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Nachdem der Donnerstag ruhig verlief und nur wenig Kursbewegungen stattfanden, verzeichnete der Ölpreis über Nacht ein großes Plus. Während der Nacht fand ein US-Luftangriff auf den Irak statt, bei dem ein iranischer General getötet wurde. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Brent bei 68,27 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 633,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1159 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 72,28 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 72,28 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 70,87 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Iranischer General wurde bei US-Angriff auf Irak getötet
OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020
Einigung im Handelsstreit USA-China über Phase 1
Gesenkte Dezember-Ölproduktion der OPEC


Restart zweier Ölfelder von Saudi-Arabien und Kuwait
US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 68,27 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 66,38 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 66,25 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 633,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 617,50 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 03.01.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Jahreswechsel steckt den Marktteilnehmern noch in den Knochen und das Markttreiben kommt nur langsam in Gang. Kein Wunder, denn die letzten zwei Tage vor dem Wochenende haben sich viele Trader zusätzlich frei gegönnt. Der Ölpreis startete unabhängig davon mit einer preissteigernden Tendenz in den Donnerstag. Preistreibend wirken vor allem der US-Angriff auf den Irak und Syrien, die überraschend starken US-Ölbestandsabbauten laut American Petroleum Institute und die Einigung auf einen Termin zur Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens zwischen China und USA.

Große Bewegungen nach oben gab es dennoch nicht, denn vor allem für die Futures, also Verträge für zukünftige Öllieferungen, nahmen die Marktteilnehmer Verkaufssignale wahr. Die Verkäufe belasteten den Ölkurs. Im Laufe des Tages gaben das Rekordhoch der russischen Ölproduktion und die Steigerung der Ölexporte Nigerias preissenkende Einflüsse. Die Einflüsse wirkten sich entgegen, wodurch letztlich nur wenig Kursbewegung stattfand.

Nun ist der Ölpreis bis heute Morgen dennoch deutlich angestiegen. Einen entscheidenden Impuls dafür gab es in der vergangenen Nacht. Bei einem US-Luftangriff auf den Irak wurde ein iranischer General getötet. Nachdem die Wirkung der Luftangriffe auf den Ölpreis bislang eher schwer abzuschätzen war, zeigen sich nun konkrete Gefahren für den Ölmarkt. Das wirkte sich umgehend preissteigernd aus.

Wie nachhaltig diese Preissteigerung ist, muss sich noch zeigen. Es gilt, die Reaktionen aus Iran und Irak abzuwarten. Abzuwarten sind auch die Daten des Department of Energy, die aufgrund des Jahreswechsels erst heute Nachmittag veröffentlicht werden und dann die Zahlen des API entweder bestätigen oder revidieren.

Der Ölpreis stieg an und der Eurokurs gab nach. Daraus ergibt sich eine leichte Preissteigerung des Heizöls. Doch trotz des Anstiegs, sollten Sie das aktuelle Preisniveau nutzen, um leere Tanks zu füllen. Denn die Situation im Irak ist ungewiss und kann jederzeit für starke reisanstiege sorgen. Machen Sie sich davon unabhängig und lösen Sie den Heizölkauf so schnell wie möglich aus.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1159 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1210 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1171 US-Dollar festgesetzt. 

Eine kurzfristige Stärke des US-Dollars ließ gestern den Eurokurs fallen. Die Nachricht vom Tod des iranischen Generals infolge des US-Luftangriffs wirkte sich ebenfalls mit Druck auf den Euro aus. Die Preissenkung ist deutlich erkennbar, da es auch am Devisenmarkt sehr ruhig war und bei wenigen Marktteilnehmern die Einflüsse tiefere Spuren hinterlassen. Wie nachhaltig dieser Einfluss ist, zeigt sich auch beim Euro erst, sobald erste Reaktionen auf den Tod des Generals in Form von Taten statt Drohungen bekannt werden.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

US-Luftangriffe auf Irak: Tod eines iranischen Generals

In der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde vergangene Nacht bei einem Luftangriff der USA ein iranischer General getötet. Er war Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden. Die USA und der Iran bestätigten den Vorfall bereits. Grund für den Angriff durch die USA waren Pläne, die der iranische General umzusetzen gedachte. Diese beinhalteten Angriffe auf US-Stützpunkte.

Der Angriffsbefehl kam von US-Präsident Trump, der damit die Angriffe durch den iranischen General verhindern wollte, nachdem die US-Truppen bereits aufgrund eines Angriffs auf die US-Botschaft in Bagdad und auf Verbündete der USA geschwächt waren.

Die Spannungen zwischen USA und Iran verschärfen sich somit weiter und die diffuse Gefahr für den Ölmarkt durch die Angriffe auf den Irak wird nun konkreter und Sorgen um das zukünftige Ölangebot aus dem Nahen Osten kommen auf. Denn angesichts der nahenden Präsidentschaftswahlen ist kaum zu erwarten, dass Trump den Druck auf die Region lockert.

Konkrete Reaktionen blieben bislang aus. Der Iran und die USA schieben sich derzeit gegenseitig die Schuld für den Vorfall zu und der iranische Führer kündigte schwere Vergeltung an. Welche Taten darauf folgen, bleibt abzuwarten.

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Ricarda Altrichter - Autorin

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