Heizöl News: US-Rohölbestände stark zurückgegangen

27. Dezember 2019, Ricarda Altrichter

Gesunkene US-Rohölbestände - Der Heizölpreis ist gestiegen. 27.12.2019

Das Handelsinteresse war über die Feiertage wie erwartet eher gering. Nicht wie erwartet fielen die Zahlen des API aus. Sie zeigten überraschend starke Rückgänge der US-Rohölbestände und stützten die allgemeine Aufwärtstendenz des Ölpreises. Der Heizölpreis ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Starker Rückgang der US-Rohölbestände
  • Brent bei 68,00 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 623,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1120 US-Dollar
     

​Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 70,29 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,29 Cent pro Liter Heizöl. Über die Feiertage lag der Heizölpreis bei 69,76 Cent pro Liter Heizöl und am Montag bei 69,94 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020
Einigung beim Handelsstreit USA-China
Gesenkte Ölproduktion in Russland

IEA sieht Überversorgung für 2020
Restart zweier Ölfelder von Saudi-Arabien und Kuwait
US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 68,00 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug noch 65,90 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Montag bei 66,39 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 623,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 610,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 612,50 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 27.12.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr.

Informieren Sie sich über die aktuellen Heizölpreise in Ihrer Region täglich auf unserer Heizölpreisseite.
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns und es wird wieder Zeit, einen Blick auf die Geschehnisse am Ölmarkt zu werfen. Denn hier gab es trotz des geringen Handelsinteresses über die Weihnachtstage deutliche Bewegungen. Die Ölpreise zogen seit Montag deutlich an. Diese Tendenz zeigte sich bereits am Dienstag, nachdem der Handel am Montag eher zurückhaltend war. Die Ölpreise stiegen im Verlauf des Tages stetig an und schufen damit den Spielraum, um über die Feiertage weiter anzusteigen, während die meisten Marktteilnehmer die besinnliche Zeit genossen.

Die Ölpreise nahmen die Hochs der Vorwoche ins Visier, die sie allerdings am Mittwoch noch nicht erreichen konnten. Die Aufwärtstendenz blieb dennoch erhalten. Also erreichte der Ölkurs die Hochs der Vorwoche am Donnerstag. Denn gestern beflügelte nicht nur die Einigung im Handelsabkommen zwischen USA und China den Ölpreis, sondern auch die Meldung des American Petroleum Institute (API) über starke Abbauten der US-Rohölbestände. Zunächst verlief der Donnerstag am Ölmarkt verhalten, doch mit dem Start des Handelstages in den USA am Nachmittag stieg der Ölpreis auf seinen höchsten Stand seit der Drohnenangriffe auf die Ölförderung Saudi-Arabiens im September.

In anderen Ländern stand während der Feiertage nicht alles still. So berichtete Russland von einem Rückgang der eigenen Ölproduktion im Dezember, um ab dem 1. Januar die Vorgaben der OPEC zu erfüllen. Außerdem gelangten Kuwait und Saudi-Arabien zu einer Einigung im Streit um die Ölfelder in der neutralen Zone.

Der Heizölpreis schloss sich der Aufwärtstendenz des Ölpreises an und ist heute teurer. Die weitere Preisentwicklung bleibt abzuwarten, denn heute folgen den Zahlen des API die des Department of Energy (DOE), die eine endgültige Reaktion auf die aktuellen US-Rohölbestände auslösen werden. Erfahrungsgemäß stehen hier alle Möglichkeiten offen, denn Das DOE stützt sich auf eine detailliertere Datenlage und kann das API deshalb bestätigen oder die Meldung komplett widerlegen. Machen Sie sich von dieser ungewissen Lage unabhängig und nutzen Sie den noch moderaten Heizölpreis, um vor dem Jahreswechsel den Heizöltank aufzufüllen und gut auf die kommenden kalten Monate vorbereitet zu sein.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1120 US-Dollar, am Montagmorgen waren es 1,1083 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Montag bei 1,1088 US-Dollar festgesetzt. 

Auch der Euro konnte über die Feiertage an Stärke gewinnen und sorgte damit dafür, dass der Anstieg des hiesigen Heizölpreises eher verhalten ausfiel. Jedoch gab es über die Feiertage keine Impulse für den Eurokurs. Auch am Devisenmarkt war das Handelsinteresse gering und außerdem stehen keine entscheidenden Konjunkturdaten an. Zwar lief der Handel in den USA schon gestern wieder an, doch bewegende Einflüsse blieben aus. Denn auch wenn die Geschäfte in den USA schon gestern wieder normal liefen, so sind viele Bücher an den Märkten bereits geschlossen und die Händler im Urlaub.
 

Einflussfaktoren am Markt und in der Politik - API berichtet erhebliche Abbauten der US-Ölbestände

Aufgrund der Feiertage wurden die Zahlen des API erst gestern veröffentlicht. Heute folgen die Daten des DOE. Das API meldete Ölbestandsabbauten, die die Erwartungen bei Weitem überstiegen, gab dem Ölpreis damit eine wirksame Stütze und stärkte die preissteigernde Stimmung am Ölmarkt. Kleine Bestandsaufbauten bei Destillaten und Benzin blieben angesichts des unerwartet starken Rückgangs der Rohölbestände eher einflusslos.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-52-271219 // Alle Angaben ohne Gewähr
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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