Heizöl News: WHO erklärt internationalen Notfall

31. Januar 2020, Ricarda Altrichter

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Laut WHO ist das Coronavirus ein Notfall von internationaler Tragweite, Reisebeschränkungen seien jedoch nicht nötig. Die OPEC diskutiert über eine Vorverlegung der nächsten Sitzung, um auf die Auswirkungen der Epidemie reagieren zu können. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • WHO erklärt Coronavirus zum internationalen Notfall
  • Brent bei 58,93 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 509,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1023 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 60,45 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 60,45 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 60,69 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

WHO hält Reisebeschränkungen für unnötig

Epidemiereaktion: OPEC diskutiert weitere Kürzungen
Produktions- und Exportausfälle in Irak und Libyen
OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020

 

Coronavirus senkt Ölnachfrage

WHO erklärt Coronavirus zum internationalen Notfall

Chinesische Städte unter Quarantäne

US-Ölförderung auf Rekordniveau
US-Strafzölle gegen China bleiben vorerst bestehen
IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,93 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 59,05 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 58,29 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 509,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 513,15 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 509,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 31.01.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Am Donnerstag startete der Ölmarkt mit den Daten des Department of Energy und ihrem preissenkenden Einfluss in den Tag. Aufbauten der US-Rohölvorräte und eine schwache Nachfrage sorgten wieder für ein Abwärts des Ölpreises. Doch es hielt sich in Grenzen, denn die Marktteilnehmer bevorzugten eine abwartende Haltung. Die Krisensitzung des WHO-Notfallausschusses fand gestern statt und die Trader warteten auf das Ergebnis.

Die starken preissenkenden Einflüsse sorgten dafür, dass der Ölpreis bereits am Vormittag unter eine Unterstützung rutschte. Für eine weitere reichte es jedoch noch nicht. Denn es gab weitere Meldungen über Angriffe der Huthi-Rebellen auf saudi-arabische Ziele und die OPEC diskutierte über eine Vorverlegung des nächsten Treffens. Beides stützte den Ölpreis, reichte jedoch nicht aus, um ihn wieder anzuheben. Die Einflüsse bewirkten lediglich einen langsameren Abstieg der Notierungen.

Am frühen Abend erreichte der Ölpreis sein Tagestief. Später am Abend wurde letztlich das Ergebnis der WHO-Sitzung bekanntgegeben. Die Weltgesundheitsorganisation stuft das Coronavirus somit als einen Gesundheitsnotfall ein, der international zum Tragen kommt. Damit drückte sie den Ölpreis. Reisebeschränkungen empfahl die WHO allerdings nicht. So konnten die Notierungen wieder etwas ansteigen, doch das Barrel Rohöl blieb am Abend günstiger als am Morgen.

Währenddessen diskutiert die OPEC über eine Vorverlegung des nächsten Treffens, um Maßnahmen gegen den Preisverfall durch das Coronavirus zu besprechen. Analysten sehen in einem vorverlegten OPEC-Treffen die Möglichkeit, den Abwärtstrend zu ändern.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1023 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1010 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1029 US-Dollar festgesetzt. 

Solide Konjunkturdaten aus der Eurozone gaben dem Eurokurs gestern eine Stütze, mit deren Hilfe er wieder etwas steigen konnte. Ein richtungsweisender Impuls blieb jedoch aus. Auch die Meldung über ein langsameres Wachstum der US-Wirtschaft im Jahr 2019 als im Jahr 2018 gab eine Stütze, aber keinen Impuls.

Heute stehen allerdings noch einige Konjunkturdaten an, bevor der Devisenmarkt in das Wochenende startet. Wachstumsdaten für das vierte Quartal 2019 aus der Eurozone und das präferierte Inflationsmaß der US-Notenbank werden veröffentlicht. Beides kann dem Eurokurs die Richtung des Kurses zum Wochenende weisen.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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