Heizöl wird deutlich günstiger

Heizoelpreis gefallen 13-10-2015

Der aktuell Monatsreport der OPEC zeigt neue Höchststände der Ölförderung. Das spricht kurzfristig für eine anhaltende Überversorgung des Marktes und belastet damit die Ölpreise. Für heute rechnen wir mit einem deutlich sinkenden Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Der gestern relativ stabile Kurs des Ölpreises konnte sich bis in den Nachmittag halten. Dann drückte eine gestiegene Ölförderung innerhalb der OPEC den Preis. Die Prognose starker Bestandsaufbauten in den USA kam dazu, sodass der Ölpreis zum Abend hin mit starken Verlusten aus dem Handel ging.

So wird der europäische Ölpreis-Index Brent aktuell bei 50,15 US Dollar je Barrel notiert. Das ergibt einen Preisverlust von mehr als fünf Prozent zum Vortag. Auch bei ICE Gasoil ist ein starker Preisnachlass zu vermerken. Der Preis liegt heute Morgen bei 464 US Dollar je Tonne, fast 20 Dollar weniger als gestern.

Gestern veröffentlichte die Organisation erdölexportierender Länder ihren Monatsreport. Die Erwartung für die Nachfrage nach OPEC Öl wurde nach oben korrigiert. Im Gegenzug erwarte man eine sinkende Ölproduktion in den Ländern außerhalb der OPEC. Daher würde der Bedarf an OPEC-Öl im kommenden Jahr ansteigen. Dieser Anstieg werde jedoch durch den Beitritt Indonesiens relativiert.

Desweiteren zeigt der Bericht, dass die OPEC Länder ihre Produktion aktuell erhöht haben. Sie befinde sich auf einem 3-Jahreshoch. Dies sind Anzeichen dafür, dass der Markt kurzfristig weiterhin überversorgt bleibt. So gehe man trotz der gestiegenen Nachfragerwartung und einer sinkenden Ölförderung außerhalb der OPEC nicht von einem nachhaltigen Preisanstieg in nächster Zeit aus.

Zumal Chinas Wirtschaft immer noch schwächle. Die gestern veröffentlichte chinesische Außenhandelsbilanz zeige starke Abbauten im Bereich der Importe. Dies deute auf eine schwache Produktnachfrage hin. Vor allem die Nachfrage im Land selbst sei ins Stocken geraten.

Damit deuten die Daten auf eine weiterhin rückläufige Wirtschaftsaktivität hin. Zwar hätten die die Rohölimporte zugelegt, dies könnte aber am Aufbau der strategischen Reserven liegen. Langfristig bedeutet eine schwächelnde Konjunktur aber auch ein niedrigeres Wachstum der Ölnachfrage. Eine sinkende Nachfrage nach Öl könnte wiederum einen langsameren Abbau des Überangebots bedeuten und damit den Ölpreis weiter belasten.

Ein weiterer Faktor, der den Ölpreis aktuell drückt, seien Meldungen zu Bestandsaufbauten in den USA. Analysten gehen davon aus, dass die Rohölbestände aufgrund der Wartungsarbeiten zugelegt haben. Genaueres werde man mit der Veröffentlichung des DOE (Departement of Energy) am Donnerstag erfahren.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro konnte seinen Kurs in etwa halten und startet mit 1.1376 US Dollar in den Tag.

Weder seitens der US Notenbank Fed noch der Europäischen Zentralbank gingen klare Signale aus, wie sich die Geldpolitik in beiden Wirtschaftszonen entwickeln werde. In den USA steht zur Frage, ob der Leitzins noch in diesem Jahre angehoben werde.

Durch die zuletzt schwachen US Wirtschaftsdaten kamen Zweifel auf. Innerhalb der EU sehe man aktuell keine Notwendigkeit, die Geldpolitik zu lockern. Dies stützt den Euro momentan gegenüber dem Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 55,25 Euro pro 100 Liter. Der Heizölpreis gibt damit deutlich nach und ist im Vergleich zu gestern ca. zwei Cent pro Liter günstiger.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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