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Der Heizölpreis: Neues Jahreshoch nach Ostern

23. April 2019, Felix Schmidt

USA wollen iranische Öl-Exporte stoppen. Ölpreise auf neuem Jahreshoch. | 23.04.2019

Vor den Feiertagen gab es kaum Impulse, die den Ölpreis in die eine oder andere Richtung hätten beeinflussen können. Doch nun wollen die USA die iranischen Öl-Exporte auf null drücken. Die Märkte reagierten darauf prompt: Die Ölpreise zogen kräftig an.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • USA wollen iranische Öl-Exporte vom Markt tilgen
  • Heizölpreis bei 72,63 Euro / 100L
  • Brent bei 74,46 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 647,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1249 US-Dollar


Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 Offene Kämpfe in Libyen
 Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
 OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
 Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
 China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an
 Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 74,46 US-Dollar. Der Vergleichswert von Gründonnerstag betrug noch 71,59 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 71,97 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 647,25 US-DollarDer Vergleichswert von Gründonnerstag lag bei 634,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 635,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 23.04.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Am letzten Handelstag vor Ostern bestimmte Zurückhaltung die Ölpreise. Das schlug sich vor dem langen Wochenende auch in den inländischen Heizölpreisen nieder. Am Karfreitag blieben die großen Börsen in New York und London geschlossen. Es gab kaum neue Preisimpulse, weshalb sich die Trader auf die Konsolidierung ihrer Positionen konzentrierten.

Das änderte sich jedoch mit Beginn der neuen Woche. Denn seit Ostermontag sind die Analysten zurück an den Börsen. Im Verlauf des Wochenendes hatte US-Präsident Trump angekündigt, die Ausnahmeregeln für Öl-Importe aus dem Iran nicht weiter zu verlängern. Im Klartext heißt das, dass iranische Öl-Exporte vollständig unterbunden werden sollen. Die Ölpreise reagierten auf diese Nachricht prompt mit einem kräftigen Satz nach oben und notierten auf einem neuen Jahreshoch. Im Verlauf des gesamten Tages hielten sich die Preise auf diesem hohen Niveau und beeinflussten – zum Unmut der Heizölkunden – auch die Inlandspreise.

Nach dem langen Wochenende sind derzeit noch nicht alle Trader zurück an den Märkten. Sie verpassten die gestrige Rallye und haben unter Umständen nun Nachholbedarf. Aus Expertenkreisen hört man deshalb, dass das Aufwärtspotenzial möglicherweise noch nicht vollständig ausgereizt sein könnte. Von diesen Unsicherheitsfaktoren sollten Sie sich schnell unabhängig machen, indem Sie nachtanken, falls sich Ihr Heizölvorrat dem Ende neigt.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1249 US-Dollar, am Donnerstag vor Ostern waren es 1,1310 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Donnerstag wurde bei 1,1250 US-Dollar festgesetzt.

Der Referenzpreis der EZB hatte den schwächelnden Eurokurs bereits angedeutet. Während er vor den Feiertagen noch über der Marke von 1,13 US Dollar notierte, gab er zum Wochenstart spürbar nach. Ein Grund hierfür könnte die konjunkturelle Stimmung sein, die sich zwar nach und nach verbessert, insgesamt jedoch hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Für morgen erwarten die Anleger den ifo Bericht zum aktuellen Geschäftsklima. Bestätigt er die ohnehin gedrückte Stimmung, dürfte die Gemeinschaftswährung weiter nachgeben.

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • USA wollen iranische Öl-Exporte vom Markt tilgen
     

USA wollen iranische Öl-Exporte vom Markt tilgen

Seit dem Inkrafttreten der US-Sanktionen gegen den Iran durften acht Länder weiterhin Öl aus dem Land importieren. Hierfür hatte man im Vorfeld Ausnahmeregelungen vereinbart. Doch diese Regelungen waren mit einer Frist versehen – und eben die soll, laut Medienberichten von FAZ und WELT, nach dem Willen der US-Regierung nun nicht mehr verlängert werden. Faktisch heißt das, dass auch die Länder, die bisher straffrei iranisches Öl importieren konnten, mit Konsequenzen rechnen müssen, sollten sie dies weiterhin tun.

Aus dem Iran werden zurzeit noch etwa eine Million Barrel Rohöl pro Tag exportiert. Die Öl-Exporte sind die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Diese Menge vom Markt zu tilgen, könnte die ohnehin knappe Versorgungslage weiter verschärfen. Ende der nächsten Woche soll der Beschluss dennoch umgesetzt werden.

Die USA und Saudi-Arabien haben zwar angekündigt, den Entfall der Mengen zu kompensieren – doch bisher gibt es kein offizielles Statement zu den genauen Zahlen. Hinzu kommt, dass die Kompensation auch immer mit einer geringeren Reservehaltung einhergeht. Dadurch können die Länder weniger flexibel auf unerwartete Ausfälle reagieren.

Im weltweiten Vergleich geben vor allem Saudi-Arabien, die USA und Russland den Ton bei den Öl-Exporten an. Der Iran rangiert mit deutlichem Abstand dahinter. Doch die Maßnahmen liefern neuen Zündstoff für politischen Streit – denn China hat bereits angekündigt, trotz der drohenden US-Sanktionen, weiterhin Öl aus dem Iran zu importieren. Damit stehen auch die Sorgen vor einem Aufflammen des Handelskonflikts zwischen den USA und der Volksrepublik erneut auf der Agenda.

Kurzfristig dürften die Preise deshalb auf dem hohen Niveau verharren – das sehen auch die Analysten so. Mittel- bis langfristig könnten die US-Sanktionen jedoch auch dafür sorgen, dass die OPEC+ Staaten ihre Förderquoten nicht bis Ende des Jahres aufrecht erhalten, sondern sie nach dem nächsten Treffen im Juni lockern. Hinzu kommt der kräftige Produktionsschub der US-Schieferölindustrie. Beide Faktoren könnten die hohen Preise dann wieder unter Druck setzen.
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 72,63 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag waren es 70,72 Cent.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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Felix Schmidt – Autor

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