Heizölpreis bei 50 Cent pro Liter

28. April 2016

Heizoelpreis steigt 280416

3.000 Liter Heizöl kosten erstmals in diesem Jahr durchschnittlich 50 Cent. Die Ölpreise suchen momentan den Weg nach oben und erreichen in dieser Woche täglich neue Höchststände. Der ebenfalls gestiegene Eurokurs verhindert einen kräftigeren Preisschub beim Heizöl.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreisentwicklung zeigt steil aufwärts. Am Markt wird scheinbar fest auf steigende Ölpreise gesetzt. Die amerikanischen Ölbestände sind entgegen der Vorabschätzung gestiegen, was aber nur vorübergehend zu einer Abwärtsbewegung der Ölpreise führte.

Die größtenteils erwartete Beibehaltung des Leitzinses durch die amerikanische Notenbank Fed verhalf den Ölpreisen dann wiederum zu neuen Jahres-Höchstständen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 46,92 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird bei 410,25 US Dollar je Tonne notiert.

Das API (American Petroleum Institute - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) prognostizierte am Dienstag überraschend Abbauten bei den amerikanischen Ölbeständen und unterstützte damit die deutliche Aufwärtsbewegung der Ölpreise.

Die gestern veröffentlichten offiziellen Daten des DOE (Department of Energy, Amerikanisches Energieministerium) zeigten ein anderes Bild. Bei gesunkenen Ölimporten stiegen die amerikanischen Rohölbestände dennoch an. Zeitgleich nahmen auch die Benzin- und Diesel-Nachfrage wieder ab.

Vor allem die überraschend deutlichen Aufbauten der Rohölbestände sorgten für eine scharfe Preiskorrektur. Diese hielt allerdings nicht lange an. Mit der Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed, das Zinsniveau unverändert zu lassen, entstanden neue Kaufimpulse und die Ölpreise stiegen in den Bereich neuer Jahreshochs.

Kommentare der Fed deuten darauf hin, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessert haben.  Dies würde sich auch positiv auf die Ölnachfrage auswirken. Durch das weiterhin geringe Zinsniveau bleibt Geld zudem vorerst günstig und die Liquidität am Markt hoch. Spekulatives Kapital fließt auch an die Ölbörsen. Gleichzeitig gab der US-Dollar nach, was das in Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA günstiger macht.

Zusätzlich gestützt werden die Ölpreise durch die noch anhaltenden Produktions- und Exportprobleme in mehreren Förderländern wie Nigeria und dem Irak. Mit den steigenden Ölpreisen steigt jedoch auch die Wahrscheinlichkeit einer Korrekturbewegung.

Wie gestern berichtet, wird die Förderung durch Fracking in den USA ab einem Preisniveau von 50 US-Dollar zunehmend rentabel. Produzenten werden ihre künftige Förderung über Sicherungsgeschäfte vermarkten, was den Verkaufsdruck erhöht.

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist auf 1,136 US-Dollar gestiegen. Die US-Notenbank Fed hat gestern entschieden, die Leitzinsen unverändert zu lassen.  Eine weitere Zinserhöhung macht sie von der Entwicklung der Konjunktur und Inflation abhängig.

Damit fehlten auch klare Zeichen für eine Zinsanhebung beim nächsten Treffen im Juni, wobei die Option darauf offen gelassen wurde. Der Euro konnte nach der Bekanntgabe leichte Gewinne verbuchen und liegt weiter stabil über 1,13 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt erstmals in diesem Jahr etwa 50 Cent pro Liter Heizöl. Das sind aber immer noch 15 Cent weniger als vor einem Jahr!

Durch die feste Tendenz der Ölpreise und den anhaltenden Produktions- und Exportproblemen mehrerer Förderländer spricht kurzfristig betrachtet mehr für steigende als für fallende Heizölpreise.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat, kann durchaus auf sinkende Heizölpreise spekulieren. Kurzfristige Lieferzeiten sind fast überall verfügbar.

Wir empfehlen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?