USA bestätigen Abbau der Handelszölle nicht: Ölpreise fallen teilweise leicht

11. November 2019, Ricarda Altrichter

Leicht gestiegener Heizölpreis - 11.11.2019

Im Ringen um ein Handelsabkommen zwischen China und den USA dementierte Washington chinesische Beteuerungen, dass man im Rahmen der ersten Phase eines Handelsabkommens bestehende Zölle abbauen wolle. Der Markt reagierte enttäuscht. Der Heizölpreis steigt leicht.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • USA dementieren Einigung mit China über Abbau bestehender Zölle
  • Baker Hughes Report: 5 aktive US-Ölbohranlagen weniger
  • Brent bei 61,92 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 578,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1025 US-Dollar
     

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 66,80 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,80 Cent pro Liter Heizöl. Am Wochenende lag der Heizölpreis bei 66,45 Cent pro Lieter Heizöl und am Freitag bei 66,95 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Saudi-Arabien erhöht Dezemberpreise und bereitet Börsengang vor
USA und China treiben Handelsgespräche voran
China steigert Rohölimporte

Brexit ungeklärt

Starker Anstieg der US-Rohölbestände
Kasachstan steigert Rohölförderung
Indiens Ölnachfrage im September gesunken

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,92 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 62,05 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 62,63 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 578,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 579,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 576,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 11.11.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Am Markt zeigen sich im Ringen um ein Handelsabkommen zwischen China und den USA langsam Ermüdungserscheinungen. Hatte die Ankündigung Chinas, man wolle im Rahmen der ersten Phase eines Abkommens bestehende Zölle abbauen, schon nur für leichte Stabilisierungstendenzen gesorgt, sieht es heute Morgen nach einem Dementi der USA kaum anders aus.

Washington betonte, dass es keineswegs sicher sei, dass bestehende Strafzölle zurückgenommen werden könnten. Vielmehr sei dies ein Wunsch Chinas, dem man in Washington nur unter ganz bestimmten Auflagen nachkommen wolle.

Damit wollen die USA offenbar weiterhin ihre Stärke demonstrieren und China nicht allzu viel Raum geben, die eigene Wirtschaft wieder zulasten der USA in Schwung zu bringen. Schließlich war es das erklärte Ziel Trumps, die amerikanische Wirtschaft vor der chinesischen Übermacht zu schützen.

Zwar bezweifeln immer weniger Marktteilnehmer, dass es überhaupt zu einer Einigung kommt. Auch geht man inzwischen davon aus, dass die ursprünglich für den 15. Dezember geplanten neuen Zölle seitens der USA nicht umgesetzt werden. Doch die Frage, ob und wie viele der bestehenden Zölle zurückgenommen werden, ist weiterhin völlig offen.

Diese Offenheit schlägt sich deutlich in den Ölpreisen nieder, die sich immer wieder in die eine oder andere Richtung bewegen, dabei aber zusehends an Schwung verlieren. Zunächst dominierten über das Wochenende fallende Tendenzen, bevor sich der Markt zu kurzfristigen Kaufpositionen entschied, die den Kursen wieder leicht Auftrieb gaben.

Die Nachrichtenlage blieb ansonsten ruhig, auch wenn die kommenden Monatsberichte von OPEC, IEA und EIA nun wieder in den Mittelpunkt rücken. Denn man geht davon aus, dass die Nachfrageprognosen für 2020 erneut sinken könnten. Das wiederum könnte die OPEC dazu bewegen, sich entgegen des aktuellen Stands doch für weitere Kürzungen zu entscheiden. Saudi-Arabien hatte dies in der vergangenen Woche überraschend verneint.

Die teilweise leicht gesunkenen Ölnotierungen werden von einem schwächeren Eurokurs ausbalanciert, was natürlich zu Lasten inländischer Heizölkäufer geht. Dennoch sollten Sie sich das aktuell stabile Preisniveau zunutze machen und den Kauf vor der höheren Winternachfrage auslösen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1025 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1053 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1034 US-Dollar festgesetzt.

Der Dämpfer beim Handelsabkommen belastete den Euro am Freitag ebenso deutlich wie erneut positive Wirtschaftszahlen aus den USA. Da die Strafzölle eine „amerikanische Erfindung“ sind, kann der Dollar vom Beharren Washingtons stärker profitieren als die europäische Währung, deren Teilnehmer genauso von den Zöllen betroffen sind wie China.

Damit werden auch Preisnachlässe bei den Ölpreisen für inländische Heizölkäufer gesenkt und machen Heizöl im Endeffekt teurer –  was sich allerdings unterm Strich in einem stabilen Preisniveau ausdrückt.
 

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 11.11.2019

  • BIP, Großbritannien
  • Rede Fed-Mitglied, USA

Dienstag, 12.11.2019

  • ZEW Umfrage Konjunkturerwartung, Eurozone + Deutschland

Mittwoch, 13.11.2019

  • Verbraucherpreisindex, Deutschland + GB + USA
  • Industrieproduktion, Eurozone
  • Anhörung Fed-Vorsitzender Powell, USA
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA

Donnerstag, 14.11.2019

  • Industrieproduktion, China
  • BIP, Deutschland+ Eurozone
  • Rede Fed-Mitglied, USA
  • Arbeitsmarktdaten, USA
  • Anhörung Fed-Vorsitzender Powell, USA
  • EIA Rohöl-Lagerbestand, USA

Freitag, 15.11.2019

  • Verbraucherpreisindex, Eurozone
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr
 

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