Heizölpreis gibt wieder leicht nach

Heizoelpreis sinkt 220416

Der Heizölpreis hat gestern mit durchschnittlich 49 Cent pro Liter Heizöl ein neues Jahreshoch erreicht. Ursächlich waren die amerikanischen Ölbestandsdaten, die eine regelrechte Preisrally am Ölmarkt auslösten. Die Ölpreise gaben später aber wieder etwas nach, sodass wir heute geringe Preisabschläge beim Heizöl erwarten.

Ölpreisentwicklung

Bei fehlenden frischen Impulsen konsolidierten die Ölpreise im gestrigen Handel auf vergleichsweise hohem Niveau. Die Tageshochs vom Vormittag konnten dabei jedoch nicht gehalten werden. Zum Abend hin bestimmten Gewinnmitnahmen durch Verkäufe das Marktgeschehen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Am heutigen Morgen wird der europäische Ölpreis-Index Brent bei 45,04 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird bei 393 US Dollar je Tonne notiert.

Die Ölpreise haben damit im Wochenverlauf um etwa zehn Prozent zugelegt. Das ist im Grunde überraschend, da nach der fehlenden Einigung  auf eine Deckelung der Fördermengen beim Treffen der großen Ölproduzenten eher Abwärtspotenzial beim Ölpreis zu erwarten war.

Hauptsächliche Ursache für den Preisanstieg ist die nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer knappere Versorgungslage. Unerwartete Produktionsausfälle haben die Überversorgung reduziert, zum Wochenbeginn sogar komplett kompensiert.

In Verbindung mit der sinkenden amerikanischen Förderung schätzen Analysten die Versorgungslage wesentlich knapper ein, als noch zu Jahresbeginn. Die EIA (Energy Information Administration, Amt für Energiestatistik im Energieministerium der Vereinigten Staaten) erwartet bis September einen Einbruch der US Ölförderung um fast zehn Prozent.

Grundsätzlich bleibt der Markt nach der Ansicht der meisten Experten vorerst weiter überversorgt. Die Lager sind prall gefüllt und in Teilen der  OPEC sowie Russland peilt man aktuell wohl eine Ausweitung der Fördermengen an. Allein das würde die reduzierte Förderung in den USA mehr als kompensieren.

Eine Unterversorgung ist für viele Analysten in diesem Jahr weiter unrealistisch. Die IEA (Internationale Energieagentur) geht davon aus, dass sich Angebot und Nachfrage erst 2017 wieder ausgleichen und die globalen Ölbestände von 2018 an sinken.  Insofern sollte auch das Aufwärtspotenzial beim Ölpreis vorerst noch begrenzt bleiben.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist unter 1,13 US-Dollar gesunken. Die Zinsentscheidung und darauf folgende Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank brachte dem Devisenmarkt wie erwartet kaum richtungsweisende Impulse.

Die EZB lässt alle wichtigen Leitzinsen und auch das milliardenschwere Wertpapierkaufprogramm unverändert. von EZB-Präsident Mario Draghi sprach auf der Pressekonferenz von einer langen Phase der lockeren Geldpolitik. Der Euro konnte sein Tageshoch von fast 1,14 US-Dollar nicht halten und gab bis auf 1,1276 US-Dollar nach.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis verharrt nahe seinem bisherigen Jahreshöchststand. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt 48,57 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Aufgrund der nach wie vor mehr als komfortablen Versorgungslage am Ölmarkt, rechnen wir nicht mit nachhaltig steigenden Preisen für Heizöl. Wer noch genügend Heizöl im Tank hat, kann durchaus auf sinkende Heizölpreise spekulieren. Kurzfristige Lieferzeiten sind fast überall verfügbar.

Wir empfehlen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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