Heizölpreis legt vor Wochenende etwas zu

Heizoelpreis gestiegen 16-10-2015

Stark gestiegene Rohölbestände in den USA sorgten im gestrigen Tagesverlauf für einen weiter fallenden Ölpreis. Zum späten Abend sorgte die Rallye am US Aktienmarkt auch am Ölmarkt für einen steigenden Kaufdruck. Zusammen mit dem geschwächten Euro gehen wir für heute von einem steigenden Preis für Heizöl aus.

Ölpreisentwicklung

Das Auf- und Ab der Ölpreise in den letzten Wochen war gestern auch innerhalb eines Tages zu beobachten. Am Morgen startete der Ölpreis etwas stabilisiert, mit der Veröffentlichung der US Ölbestandsdaten durch das DOE (Department of Energy) ging der Preis dann stark nach unten. Am Abend kam es dann jedoch zu einer Trendwende, bedingt durch einen gestärkten Aktienmarkt. Dieser ließ auch den Kurs am Ölmarkt steigen, sodass die Preise für Öl auf einem Tageshoch aus dem Handel gingen.

Die durch den DOE Bericht bedingten Preisnachlässe konnten wieder ausgeglichen werden. ICE Gasoil wird aktuell bei 458,75 US Dollar je Tonne gehandelt. Der Preis für die europäische Rohölsorte Brent liegt am heutigen Morgen bei 50,11 US Dollar je Barrel.

Schon gestern deutete die Vorabschätzung des API (American Petroleum Institute) auf starke Bestandsaufbauten in den USA hin. Die offiziellen Daten des DOE zeigten zwar ein nicht so hohes Ausmaß an, allerdings werden in den USA sehr starke Aufbauten beim Rohöl verzeichnet.

Dieser starke Aufbau lasse sich unteranderem mit den zurzeit laufenden sehr umfangreichen Wartungsarbeiten an den Raffinerien in den USA erklären. Im Laufe des letzten Jahres hätten die guten Margen zu einer sehr hohen Auslastung geführt. Dadurch habe man kleinere Arbeiten immer wieder verschoben, damit der Produktionsablauf nicht unterbrochen werden musste. Diese werden nun nachgeholt. Dies bedingt eine geringere Nachfrage nach Rohöl und somit auch die Aufbauten.

Die Abbauten bei den Produkten fallen hingegen nicht so stark aus, wie vom API erwartet. Dies liege an einer geringeren Nachfrage.
Der Bericht des DOE zeigt zudem, dass die US Ölförderung abgenommen habe. Analysten würden dies als Gradmesser für die sinkende Überversorgung sehen, da diese den Rückgang des Produktionsniveaus der Nicht-OPEC Länder anzeige. Jedoch bleibe abzuwarten, wann und in welchem Umfang das iranische Öl an den Markt zurückkehren wird.

Für eine Aufwärtsbewegung bei den Ölpreisen sorgte dann der US Aktienmarkt. Marktteilnehmer hatten Kapital in risikoreiche Anlageklassen verschoben. Dies gab dem Aktienkurs ordentlich Auftrieb. Das dies ein Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA ist, zogen in Folge dessen auch die Preise am Ölmarkt an. Denn die Aussicht auf eine bessere wirtschaftliche Lage deutet auch auf ein stärkeres Ölnachfragewachstum hin.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs macht leichte Verluste und wird aktuell bei 1,1386 US Dollar notiert.

Äußerungen des österreichisches Notenbankchefs, die EZB würde auch im kommenden Jahr ihr Inflationsziel verfehlen, setzten den Euro unter Druck. Zudem gaben bessere US Arbeitsmarktdaten dem Dollar etwas Auftrieb.

Heizölpreisentwicklung

Aufgrund des etwas gestiegenem Ölpreis und dem leicht schwächeren Euro gehen wir für heute für einen steigenden Heizölpreis aus. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt aber immer noch etwas unter 55 Cent pro Liter.

Angesichts erster Schneefälle immer noch ein günstiger Kaufzeitpunkt für Heizöl, vor allem wenn der Heizöltank fast leer ist.  Durch die stark zunehmende Nachfrage nach Heizöl kann es bereits jetzt regional zu längeren Lieferzeiten kommen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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