Heizölpreis mit günstigem Wochenstart

Heizoelpreis sinkt 120916

Der Heizölpreis sinkt zum Wochenstart über einen Cent und liegt heute Morgen im Schnitt bei 50 Cent pro Liter Heizöl. Am Ölmarkt kam man anscheinend zu der Überzeugung, dass der enorme Bestandsrückgang in den USA nur ein temporäres Ereignis war. Die Ölpreise gaben in der Folge wieder nach.

Ölpreisentwicklung

Mitte der letzten Woche sind die Ölpreise deutlich gestiegen, als in den USA der größte Rückgang der Rohölbestände seit über 30 Jahren verzeichnet wurde.

Am Freitag gaben die Ölpreise diese Gewinne wieder ab, da man am Markt nur von einem temporären Effekt ausgeht. Durch einen Tropensturm im Golf von Mexiko wurde die Entladung von Öltankern behindert.

Die Importe und damit auch die Rohölbestände sollten in den kommenden Wochen wieder steigen, wenn die Entladung der wartenden Tanker nach und nach abgearbeitet wird.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Aktuell liegt der europäische Ölpreis-Index Brent bei 47,55 US-Dollar je Barrel gehandelt und liegt damit bereits zwei Dollar unter dem Hoch der Vorwoche. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell bei 409 US-Dollar je Tonne notiert. Das sind etwa 20 US-Dollar unter dem Hoch in der letzten Woche.

Am Freitag wurde der Effekt der gesunkenen Ölbestände in den USA vollständig ausgepreist. Es scheint klar zu sein, dass die Bestandsabbauten keine Trendwende bei der Versorgunglage darstellen und der Ölmarkt insgesamt weiter als überversorgt gilt.

Daneben bleibt auch die Ölproduktion innerhalb der USA offenbar weiterhin wirtschaftlich. Die im Baker Hughes Report gemeldete Anzahl der aktiven Ölbohranlagen hat in der letzten Woche erneut zugenommen.

Seit dem Tiefststand vom Mai dieses Jahres ist die Anzahl bereits über 30 Prozent gestiegen. Dies wird als Hinweis auf eine anhaltende Rentabilität der US Ölförderung gesehen. Die amerikanischen Ölproduzenten können sich den niedrigen Preisniveaus besser anpassen als gedacht.

Damit bleibt die Erschließung neuer Ölquellen anscheinend wirtschaftlich, sodass auch die Förderung perspektivisch zunimmt oder zumindest weniger abnimmt, als bisher erwartet. Der Rückgang der US-Ölförderung wird als einer der entscheidenden Punkte gesehen, die Angebot und Nachfrage am Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht bringen sollen.

Neben den zum Wochenstart erwarteten Monatsreports der OPEC und der IEA (Internationale Energie Agentur) werden am Mittwoch die US Ölbestandsdaten des DOE besonders im Fokus stehen. Sollten sich die erwarteten Bestandszunahmen nicht bestätigen, könnte dies die Ölpreise wieder nach oben treiben.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 12.09.2016

  • OPEC Monatsbericht

Dienstag, 13.09.2016

  • IEA Monatsbericht
  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • ZEW Umfrage Konjunkturerwartung
  • Rede EZB Präsident Mario Draghi

Mittwoch, 14.09.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten vom Department of Energy (DOE)

Freitag, 16.09.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • Verbraucherpreis-Index USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Aktuell ist ein Euro rund 1,125 US-Dollar wert. Der Eurokurs ist zuletzt wieder unter Druck geraten. Analysten sehen eine gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Notenbank noch in diesem Jahre den Leitzins weiter anhebt.

Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Dollarkurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt zum Wochenstart bei 50 Cent pro Liter Heizöl. Damit ist der Heizölpreis um über einen Cent pro Liter gesunken und befindet sich in etwa auf dem Niveau vom letzten Montag.

Heizöl ist damit weiterhin sehr günstig. Der aktuelle Tagespreis liegt 10 Prozent unter dem Preis vom September 2015 und sogar 40 Prozent unter dem von vor zwei Jahren.

Im Wochenverlauf halten wir es für gut möglich, dass der Heizölpreis wieder unter die 50 Cent Marke rutscht. Auf der anderen Seite bestehen aber auch Risiken, die schnell zu einem erneuten Preisanstieg führen können.

Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen. Momentan sind kurzfristige Lieferzeiten fast überall machbar, aber zum Herbstbeginn zieht die Heizöl-Nachfrage erfahrungsgemäß deutlich an.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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