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Heizölpreis: Rohölpreise steigen wieder, Heizöl steigt mit

7. Mai 2019, Peter Dudda

Die Rohölpreise ziehen wieder an und Heizöl steigt auch etwas.

Die US-Politik im Handelskonflikt mit China hatte nur einen kurzen Einfluss auf die Ölpreise. Die Gefahr von Lieferausfällen und damit eine Destabilisierung der globalen Ölversorgung steht nun wieder im Fokus. Die Ölpreise ziehen wieder an, Heizöl wird teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Ölpreise stabilisieren sich, Versorgungslage dominiert Handelsgeschehen  
  • Brent bei 71,19 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 642,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1209 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 72,14 Euro / 100L
     

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
▲ Offene Kämpfe in Libyen
▲ Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
▲ OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
▲ China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 Neue Zölle in Handelsstreit China / USA möglich
 US-Präsident fordert höhere OPEC-Produktion
 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an
 Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl

 


 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Dienstagmorgen bei 71,19 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug noch 69,93 US-Dollar, der Schlusspreis wurde vor am Montag bei 71,24 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand zum Handelsstart am Dienstag bei 642,50 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag lag bei 632,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 640,00 US-Dollar.
 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 07.05.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Seit Wochen werden die Ölmärkte von Geschehnissen dominiert, die vor allem negativen Einfluss auf das Ölangebot haben könnten. Drohende Lieferausfälle aus Libyen aufgrund des dort immer weiter eskalierenden Bürgerkriegs und die verschärften US-Sanktionen gegen den Iran, sind dabei nur zwei Themen, die nachhaltigen Einfluss auf die Versorgungslage an den internationalen Ölmärkten haben könnten. Zum Wochenstart am Montag wendete sich kurzzeitig das Blatt und die Seite der Nachfrage rückte in den Fokus der Marktteilnehmer.

So drohte US-Präsident Donald Trump der Volksrepublik China unerwartet mit der Verhängung von weiteren, beziehungsweise von erneuten Strafzöllen auf ein Handelsvolumen im Umfang von bis zu über 300 Milliarden US-Dollar. Nach Twitter-Bekunden Trumps, sollen diese bereits schon am kommenden Freitag in Kraft treten. In der Folge rumorte es nicht nur an den Ölbörsen. Auch an den Aktienmärkten setzten sich an vielen Stellen Kursverluste durch, bedeutet die neue US-Intervention doch eine erhebliche Gefahr für das globale Wirtschaftswachstum. Die Rechnung ist entsprechend einfach: Wo das Wirtschaftswachstum abkühlt, ist die Nachfrage nach den Treibstoffen des Wachstums, Öl und Ölprodukte, bedroht. Die Kurse setzten am Montagmorgen zur Talfahrt an, die europäische Referenzölsorte rutschte gar kurzzeitig unter die Marke von 70 US-Dollar.

Lange hielt dieser Ausflug hin zum Nachfragefokus jedoch nicht an, zu dominant scheinen die Themen hinsichtlich eines möglichen Angebotsdefizits. Bereits am Montagvormittag konsolidierten sich die Kurse, machten in der Folge alle Verluste wieder wett und erreichten bis zum späten Nachmittag wieder die Niveaus von Freitagnachmittag.

Heizölverbraucher müssen daher heute mit steigenden Heizölpreisen leben, wenn auch der etwas stärkere Euro hier Druck rausnimmt. Die Ölmärkte sind wie sich zeigt, scheinbar auf steigende Preise ausgerichtet. Heizölkäufer sollten daher kein Risiko eingehen und könnten sich bei dem jetzigen Preisgefüge unter Umständen immer noch ein attraktives Preisniveau sichern.
 

Entwicklung Eurokurs

Am Dienstagmorgen kostete die Europäische Gemeinschaftswährung 1,1209 US-Dollar, am Montagmorgen waren es noch 1,1194 US-Dollar US-Dollar. Der Referenzpreis der Europäischen Zentralbank wurde zuletzt am Montagnachmittag bei 1,1199 US-Dollar festgesetzt.

Der Euro profitiert weiter von einem schwächeren US-Dollar, der durch die unterschiedlichen Positionen zwischen der US-Notenbank FED und der US-Regierung in Sachen Zinspolitik, unter Druck steht.
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 72,14 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis noch bei 72,13 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Peter Dudda - Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

kontakt-heizoelnews@total.de

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