Heizölpreis sinkt in Richtung 50 Cent Marke

17. Juni 2016

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Der Heizölpreis ist in dieser Woche jeden einzelnen Tag gefallen und könnte bald wieder unter die 50 Cent Marke sinken. Die Anzahl der Marktteilnehmer, die einen weiter sinkenden Ölpreis prognostizieren, nimmt zu. Die Angst vor den Brexit hilft dabei den Preis zu drücken.

Ölpreisentwicklung

Kurz vor dem Wochenende gibt es kaum Neuigkeiten, die den Rohölmarkt bewegen. Ohne größere Vorkommnisse scheint das weitere Absinken des Ölpreises damit für einen Großteil der Marktteilnehmer so gut wie sicher.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 47,70 US-Dollar je Barrel gehandelt. Damit ist die Notierung innerhalb der letzten zehn Tage um fast vier US- Dollar gefallen.

Auch ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, ist in diesem Zeitraum gefallen. Nach einer Preissenkung von rund 35 US-Dollar, kostet die Notierung derzeit rund 428 US-Dollar je Barrel.

Es sind hauptsächlich bearishe Faktoren, die aktuell den Handel bestimmen. Also Aspekte, die für einen anhaltenden Fall der Ölpreise sprechen.

Berichten zufolge ist Kanada demnach kurz davor wieder das Normalniveau seiner Förderung zu erreichen. Die dadurch gewährleistete höhere Angebotsmenge drückt den Preis.

Außerdem ist der Rückgang der US-Ölproduktion derzeit schwächer als erwartet. Zwar sind die geförderten Mengen der USA seit Anfang des Jahres um fast fünf Prozent zurückgegangen, jedoch ist die Anzahl der aktiven Bohranlagen in den letzten zwei Wochen wieder gestiegen.

Bei einer anhaltenden derartigen Entwicklung sehen Marktteilnehmer ein starkes Argument gegen einen Ölpreis oberhalb der 50 US-Dollar Marke in der zweiten Jahreshälfte.

Auch die Angst vor dem möglichen Brexit blockiert momentan einen Anstieg der Ölpreise. Experten sind sich einig, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU einen doppelt negativen Effekt haben würde.

Zum einen würde die Wirtschaftsaktivität stagnieren und damit die Ölnachfrage dämpfen. Zum anderen würde damit vermutlich eine starke Aufwertung des Dollarkurses einhergehen.

Entwicklung Eurokurs

Verglichen mit dem Vortag hält sich der Eurokurs heute bisher ziemlich stabil. Derzeit kostet ein Euro jedoch nur rund 1,124 US-Dollar.
Einen neuen Impuls bei der Wechselkursentwicklung kann für heute Nachmittag erwartet werden, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank(EZB) Mario Draghi seine angekündigte Rede gehalten hat.

Aktuell wird jedoch nicht mit einem Umschwenken der Leitzinspolitik gerechnet. Für Deutschland und den Euroraum wäre aber genau das wünschenswert, da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird und ein steigender Eurokurs dadurch die Importe für den Euroraum vergünstigen könnte.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten aktuell rund 50,80 Cent pro Liter Heizöl. Nach derzeitigem Stand ist es schwer eine Tendenz für den Heizölpreis zu erkennen. Marktexperten sind sich momentan nicht einig, ob der Preis sich bereits zeitnah unter den 50 Cent pro Liter Heizöl festsetzen wird oder ob demnächst wieder ansteigt.

Unsere Empfehlung lautet: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis weiterhin unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder wieder ansteigt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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