Heizölpreis sinkt weiterhin

3. Dezember 2015

Heizoelpreis sinkt 03-12-2015

Der Heizölpreis sinkt weiter und nähert sich im bundesweiten Durchschnitt der 50 Cent Marke an. Ob diese noch erreicht wird, hängt entscheidend vom Ausgang des morgigen OPEC Meetings ab, dem „Finale“ einer für den Ölmarkt ereignisreichen Woche.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent ist weiter gesunken und liegt aktuell bei 43,37 US-Dollar pro Barrel. Ein noch günstigeres Bild zeigt sich bei der für den inländischen Heizölpreis entscheidenden Notierung von ICE Gasoil. Diese ist unter die psychologisch wichtige 400 Dollar-Marke gesunken und liegt aktuell bei 390,75 US-Dollar pro Tonne, ein neues Langzeittief.

Hauptsächlicher Faktor für den weiteren Rückgang der Notierungen waren gestern die amerikanischen Ölbestände. Raffineriebetreiber haben aus steuerlicher Sicht einen Anreiz ihre Rohöl-Vorräte zum Jahreswechsel zu reduzieren, da hohe Bestände das Jahresergebnis und damit die Steuerlast erhöhen. Die Raffinerieauslastung steigt, was in der Regel zur sinkenden Ölbeständen führt.

Das ist in der vergangenen Woche jedoch nicht erfolgt. Die offiziellen Ölbestandsdaten des DOE (Department of Energy, Energieministerium der Vereinigten Staaten) zeigten Aufbauten in allen Bereichen. Neben Rohöl sind vor allem die Bestände an Destillaten (Heizöl, Diesel) für diese Jahreszeit untypisch stark gestiegen. Das erklärt auch den deutlichen Rückgang der ICE Gasoil Notierung.

Die Bestandsaufbauten zeigen, dass weiterhin mehr Öl gefördert und verarbeitet als verbraucht wird. Trotz des am Freitag anstehenden OPEC Meetings rechnet man am Ölmarkt nicht mit einer Reduzierung der Förderquote. Im Gegenteil, man erwartet eine Erhöhung. Diese wäre allerdings auch durch die Aufnahme von Indonesien in das Kartell begründet.

Analysten versprechen sich auch unabhängig vom Ausgang des Meetings einen starken Einfluss auf die Ölpreise. Sollte die Produktion nicht gekürzt werden, würden die kommenden Ölexporte des Iran die Überversorgung weiter steigen lassen. Bei einer Kürzung würden die Ölpreise wahrscheinlich in einer ersten Reaktion deutlich anziehen.

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist aktuell bei 1,0559 US-Dollar wert. Am frühen Nachmittag wird der EZB-Rat nach seiner zweitägigen Sitzung neue Entscheidungen verkünden. Wahrscheinlich wird die Zentralbank ihre Geldpolitik weiter lockern, um die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation innerhalb der Eurozone zu bekämpfen.

Welche Schritte gegen die schwache Inflation ergriffen werden, ist dabei offen. Analysten rechnen mit einer Ausweitung Anleihenkäufe und einer weiteren Zinssenkung. Angesichts der in den USA anstehenden Zinswende, dürfte dies den Eurokurs zusätzlich belasten.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis sinkt heute weiter und befindet sich auf dem tiefsten Stand seit 2009. Eine 3.000 Liter standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt nur noch 50 Cent pro Liter Heizöl. Ein weiteres Absinken unter die 50 Cent-Marke ist durchaus möglich.

Trotzdem ist dies bereits ein guter Kaufzeitpunkt für Heizöl. Durch den heute anstehenden Zinsentscheid der EZB und dem OPEC Meeting am Freitag rechnet man mit viel Bewegung beim Ölpreis. Diese kann zwar weiter nach unten, aber durchaus auch nach oben erfolgen. Zudem steigt angesichts der günstigen Heizölpreise die Nachfrage, sodass kurzfristige Liefertermine knapper werden.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich auch innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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