Heizölpreis sinkt zum Wochenstart

Heizoelpreis gefallen 16-11-2015

Die Ölpreise sind am Freitag bis in den Bereich neuer Drei-Monatstiefs gesunken. Der Euro verliert nach den verheerenden Terrorakten in Paris nur geringfügig an Wert, sodass der Heizölpreis zum Wochenstart moderat sinken wird.

Ölpreisentwicklung

Der europäische Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 44,75 US-Dollar pro Barrel und die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil bei 427 US-Dollar pro Tonne. Die Ölpreise befinden sich damit im Bereich neuer Drei-Monatstiefs.

Am Freitag brachte der IEA Monatsbericht (International Energy Agency) zwar nur wenig neue Erkenntnisse, jeodch warnt die IEA aber vor den hohen Ölbeständen. Die Ölbestände sind im September saisonal untypisch gestiegen und markieren neue Rekordhochs.

Daher geht man bei der IEA davon aus, dass die Ölpreise noch recht lange auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau verharren. Selbst wenn das Angebot zurückgeht, stellen die Ölbestände ein komfortables Puffer dar.

Zudem meldete der Baker Hughes Report zum ersten Mal seit Monaten einen Zuwachs der aktiven amerikanischen Ölförderanlagen. Zwei Anlagen mehr fallen zwar kaum ins Gewicht, da die Ölförderung aber zuletzt selbst bei einer sinkenden Anzahl zunehmen konnte, handelt es sich dennoch um einen belastenden Einfluss auf die Ölpreise.

Im Wochenverlauf werden es daher vor allem die amerikanischen Ölbestandsdaten sein, die am Ölmarkt besondere Beachtung finden. Daneben spielt aber auch der Devisenmarkt eine entscheidende Rolle. Der feste Dollar verteuert das Öl für alle Abnehmer außerhalb der USA, wodurch das Kaufinteresse zusätzlich gebremst werden könnte.

Die verheerenden Terroranschläge von Paris haben einen eher preisstützenden Einfluss. Man rechnet mit einer starken Reaktion des Westens. Damit steigt das geopolitische Risiko in der Region, was zu einer höheren Risikoprämie im Ölpreis führen könnte.

Über diesen bestialischen Terrorakt nur in diesem Zusammenhang zu schreiben verbietet sich. Unsere Gedanken sind bei unseren französischen Kollegen und insbesondere den Opfern und deren Angehörigen, denen wir unser tiefes Mitgefühl ausdrücken möchten!

Für die Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 17.11.2015

  • Ansprache EZB Präsident Mario Draghi

Dienstag, 17.11.2015

  • US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API)
  • US Verbraucherpreisindex

Mittwoch, 18.11.2015

  • US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE)
  • Fed FOMC Protokoll (US Zinspolitik)

Donnerstag, 19.11.2015

  • EZB Geldpolitik Treffen

Freitag, 20.11.2015

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • Anprache EZB Präsident Mario Draghi

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat nach den Terroranschlägen von Paris nur geringfügig an Wert verloren. Ein Euro ist momentan 1,727 US Dollar wert. Die Gemeinschaftswährung fiel in der Nacht zum Montag zeitweise unter die 1,07 US Dollarmarke.

Der Euro war jedoch schon vor den Pariser Attentaten am Freitag unter Druck geraten. Neben der schwächeren konjunkturellen Entwicklung ist es vor allem die Aussicht auf eine anhaltend ultralockere Geldpolitik im Euro-Raum, die den Eurokurs belastet. Gleichzeitig rechnet man am Finanzmarkt mit steigenden Zinsen in den USA, was Investitionen im Dollar-Raum attraktiver macht.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis liegt zum Wochenstart im bundesweiten Durchschnitt nur noch etwas über 55 Cent pro Liter. Die Versorgungslage im Südwesten Deutschlands bleibt zwar schwierig, hat sich aufgrund einer stark nachlassenden Heizölnachfrage aber entschärft.

Durch das Niedrigwasser des Rheins ist die Schiffsversorgung von Raffinerien und Lagern fast zum Erliegen gekommen. Daher kostet der Liter Heizöl in Baden-Württemberg drei bis fünf Cent mehr, als in anderen Regionen Deutschlands.

Wer noch etwas warten kann, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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