Heizölpreis steigt weiter

Heizoelpreis gestiegen 04-03-2016

Der Heizölpreis wird auch am heutigen Tag ansteigen. Damit setzt sich der Trend der letzten zehn Tage fort, an denen die Preise für Heizöl durchgängig zulegten. Grund sind erneut die Ölpreise. Der Markt wird aktuell von der Aussicht auf Förderbeschränkungen der großen Ölproduzenten sowie der rückläufigen amerikanischen Fördermenge bestimmt.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreisentwicklung der letzten Tage setzt sich fort. Trotz akuter Überversorgung und enormen Lagerbeständen steigen die Ölpreise. Dafür werden in erster Linie zwei Gründe genannt. Zusammen mit anderen Produzenten will die OPEC Produktionsmengen auf dem Niveau vom Januar einfrieren und die amerikanische Ölförderung sinkt, vor allem durch den stetigen Rückgang der aktiven Förderanlagen.

Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen mit 37,33 US Dollar je Barrel notiert. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt bei 331,25 US Dollar je Tonne.

Seit vergangenem Mittwoch haben die Ölpreise damit um mehr als zehn Prozent zugelegt. Da bisher weder ein konkreter Beschluss seitens der Ölproduzenten, noch exakte Daten zum Rückgang der amerikanischen Ölförderung vorliegen, halten einige Analysten den jüngsten Preisanstieg für nicht gerechtfertigt und sehen darin Potenzial für einen erneuten Preisrutsch.

Man darf nicht vergessen, dass die Ölbestände weltweit steigen. Es wird jeden Tag mehr gefördert, als verbraucht. Die amerikanischen Ölbestände eilen von einem Rekordstand zum nächsten.

Der Iran steigert seine Ölexporte seit dem Ende der Sanktionen zudem kontinuierlich. Daher ist es schon verwunderlich, dass der vergleichsweise geringe Rückgang der amerikanischen Ölförderung und die unklare Aussicht auf eine Einigung der OPEC mit anderen Produzenten im Moment so stark gewichtet werden.

Zumal es bei der Einigung nicht einmal um eine Reduzierung der Förderung geht, sondern um ein Einfrieren auf dem Niveau vom Januar. Die Förderung lag im Januar beim überwiegenden Teil der Produzenten nahe der jeweiligen Rekordmarke.

Daher bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form es zu einer gemeinsamen Linie der großen Förderländer, außer dem Iran, kommen wird. Wichtige Ölproduzenten werden sich am 20. März in Moskau treffen.

Russland hat in den vergangenen Tagen bereits signalisiert, dass sich so viele Produzenten dem Vorschlag einer Produktionseinschränkung auf Januarniveau angeschlossen hätten. Diese Produzenten sollen über drei Viertel der globalen Produktionskapazitäten abdecken.

Zwar wäre diese Maßnahme kein geeignetes Mittel um die Überversorgung zu beenden, aber allein das koordinierte Vorgehen der großen Produzenten innerhalb und außerhalb der OPEC wird als Zeichen gewertet, dass künftig auch Produktionskürzungen nicht mehr auszuschließen sind.

In der nächsten Woche werden neben den amerikanischen Ölbeständen die Monatsreports aller bedeutenden Institutionen auf dem Ölmarkt veröffentlicht. Generell wäre auf den vergleichsweise deutlichen Anstieg der letzten Tage eine Gegenreaktion zu erwarten. Auf solche Anstiege folgt meist eine Korrektur, da Marktteilnehmer Kursgewinne realisieren.

Zudem spricht die fundamentale Marktlage nicht für weiter steigende Ölpreise. Die Entwicklung der letzten Tage hat aber auch gezeigt, dass man am Ölmarkt momentan nicht auf fallende Preise setzen möchte. Sollte der am heutigen Nachmittag erwartete Baker Hughes Wochenreport erneut einen signifikanten Rückgang der amerikanischen Ölföderanlagen melden, ist zum Wochenauftakt eher mit festen Ölpreisen zu rechnen.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar deutliche Gewinne verbuchen. Ein Euro ist aktuell fast 1,10 US-Dollar wert.

Als Grund für die Gewinne wird eine Meldung genannt, dass es vor der Zinssitzung am kommenden Donnerstag noch keine einheitliche Linie innerhalb des geldpolitischen Rates der Europäischen Zentralbank gibt. Die Aussicht auf eine möglicherweise geringere geldpolitische Lockerung als zuvor erwartet, gibt dem Euro  momentan Auftrieb.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 44,54 Euro pro 100 Liter. Der Preis für Heizöl hat damit erneut um einen halben Cent zugelegt.

Der Heizölpreis ist seit nunmehr zehn Tagen durchgängig gestiegen und folgt damit der Ölpreisentwicklung. Es wird sich in der nächsten Woche zeigen, ob die Ölpreise dieses angesichts der Überversorgung vergleichsweise hohe Niveau halten oder sogar weiter steigen können.

Die Heizöl-Nachfrage hat stark nachgelassen, sodass nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.

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