Heizölpreis steigt zum Jahresbeginn

Heizoelpreis steigt 04-01-2016

Das Jahr 2016 startet mit einem leicht steigenden Heizölpreis. Der Euro hatte zuletzt gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren und die Ölpreise zeigen sich zum Handelsauftakt relativ fest. Ein dauerhafter Anstieg der Ölpreise und des Heizölpreises gilt aber weiter als unwahrscheinlich.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 37,95 US-Dollar pro Barrel und damit nur leicht über dem Schlusskurs 2015. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 339 US-Dollar pro Tonne, ein Anstieg von knapp 10 US-Dollar.

Durch die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien und die darauf folgende Reaktion im Iran, ist die im Ölpreis enthaltene Risikoprämie für die geopolitische Lage im Nahen Osten etwas gestiegen.

Im Iran stieß die Hinrichtung auf große Empörung. Die geistliche Führung des Landes kündigte umgehend Maßnahmen zur Vergeltung an. Am Sonntag wurde dann die Botschaft Saudi-Arabiens in Teheran von Demonstranten angegriffen. Saudi-Arabien hat daraufhin die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen.

Durch diese Eskalation rechnet man zwar nicht mit einem offenen Konflikt der beiden Länder, die geopolitische Stabilität nimmt aber in der gesamten Region weiter ab. Eine Lösung der als Stellvertreterkriege betrachteten Konflikte im Jemen und Syrien wird zudem unwahrscheinlicher. In der Folge steigt die im Ölpreis enthaltene Risikoprämie.

Angesichts der akuten Überversorgung und fehlenden Lagerkapazitäten, der saisonal schwächeren Nachfrage im ersten Quartal des Jahres sowie der Erwartung zusätzlicher Ölexporte aus dem Iran, rechnet man am Ölmarkt dennoch nicht mit einem dauerhaften Anstieg der Ölpreise.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 04.01.2016

  • Einkaufsmanagerindizes Produktion USA und Eurozone

Dienstag, 04.01.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Verbraucherpreis-Index 2015 Eurozone

Mittwoch, 06.01.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)
  • Protokoll des Fed Offenmarktausschusses

Donnerstag, 07.01.2016

  • Treffen EZB zur Geldpolitik

Freitag, 08.01.2016

  • Arbeitslosenquote USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat zum Ende des Jahres gegenüber dem Dollar an Wert verloren, kann sich aber zum Handelsbeginn leicht erholen. Ein Euro ist momentan 1,0915 US Dollar wert.

In dieser Woche stehen eine Vielzahl wichtiger Konjunkturdaten an, die für Bewegung am Devisenmarkt sorgen könnten. Aktuell vorherrschendes Thema am Finanzmarkt ist jedoch die Sorge um die konjunkturelle Entwicklung Chinas.

Die Zentralbank in Peking hat den chinesischen Yuan abgewertet und damit auf enttäuschende Daten zur Industrieproduktion reagiert. Chinesischen Aktien wurden deutlich geschwächt und der chinesische Börsenhandel vorübergehend ausgesetzt.

Auch andere wichtige Aktien-Indizes wie der Dax starten wegen der befürchteten Krise in China tief im Minus in das neue Jahr. Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten und sich die chinesische Produktion in einer länger anhaltenden Krise befinden, könnte dies auch die Ölpreise weiter belasten, da mit dem sinkenden Wachstum ein reduzierter Anstieg der Ölnachfrage einhergehen würde.

Heizölpreisentwicklung

Der durchschnittliche Heizölpreis liegt zum Jahresstart bei etwas über 45 Cent pro Liter Heizöl. Das sind über 20 Prozent weniger als zu Beginn des letzten Jahres, als der Heizölpreis sich bereits seinen damaligen Langzeit-Tiefstständen näherte. Die Marktlage spricht weiterhin dafür, dass Heizöl günstig bleibt.

Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Januar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes Neues Jahr und immer gute Energie für 2016!

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